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Grüner Knollenblätterpilz Giftpilze

Der grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) ist ein stark giftiger Pilz, der in Europa heimisch ist und zum Beispiel unter Eichen, Buchen und anderen Laubbäumen wächst. Die Einnahme ist lebensgefährlich und erfordert eine sofortige medizinische Betreuung. Die relevanten Inhaltsstoffe sind die leber- und nierentoxischen Amatoxine wie das α-Amanitin, welche die Proteinsynthese hemmen und den Zelltod auslösen. Die Vergiftung äussert sich zunächst in Magen-Darm-Beschwerden. Nach einer symptomfreien Latenzphase wird das Leber- und Nierengewebe zerstört und nach wenigen Tagen kann der Tod eintreten. Die Therapie erfolgt stationär. Für die medikamentöse Behandlung werden unter anderem Silibinin aus der Mariendistel, Aktivkohle, Benzylpenicillin und N-Acetylcystein verabreicht. Eine Lebertransplantation kann notwendig sein.

synonym: Amanita phalloides

Pilz

Der grüne Knollenblätterpilz Amanita phalloides aus der Familie der Amanitaceae ist in Europa heimisch und wächst unter Eichen, Buchen, Edelkastanien und anderen Laubbäumen. Er kommt auch auf anderen Kontinenten vor. Der Fruchtkörper ist weiss und der Hut hat eine grünliche Farbe. Zur selben Familie gehört auch der weniger giftige Fliegenpilz.

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Inhaltsstoffe

Die giftigen Inhaltsstoffe sind zyklische Peptide, die in drei Gruppen unterteilt werden: Amatoxine, Phallotoxine und Virotoxine.

Am gefährlichsten sind die leber- und nierentoxischen Amatoxine, zu denen α-Amanitin gehört. Die Amatoxine sind hitzestabil, sie werden also weder beim Kochen noch beim Trocknen zerstört. Zudem lösen sie sich in Wasser und werden im Verdauungstrakt nicht abgebaut. Amatoxine überstehen auch das Einfrieren und Auftauen.

Wirkungen

Die Amanitine haben zytotoxische Eigenschaften. Sie inhibieren das Enzym RNA Polymerase II und hemmen die Transkription, was die Proteinsynthese unterbindet und schliesslich zum Zelltod führt.

Vergiftung

Der grüne Knollenblätterpilz ist extrem giftig und kann nach der Einnahme zum Tod führen. Die Ursache für eine Vergiftung ist in der Regel eine Verwechslung oder Unkenntnis beim Sammeln von Pilzen. Der grüne Knollenblätterpilz ist derjenige Pilz, welcher am häufigsten Todesfälle verursacht.

Die Vergiftung äussert sich zunächst in gastrointestinalen Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Es folgt eine symptomfreie Latenzphase.

Die lebertoxischen Amatoxine zerstören das Leber- und Nierengewebe und führen zuletzt zu einem Organversagen. Der Tod kann nach wenigen Tagen eintreten.

Die Therapie erfolgt stationär. Für die medikamentöse Behandlung werden unter anderem Silibinin aus der Mariendistel, Aktivkohle, Benzylpenicillin, Ceftazidim, Vitamin C und N-Acetylcystein gegeben. Polymyxin B scheint ebenfalls geeignet zu sein. Eine Lebertransplantation kann erforderlich sein.

siehe auch

Fliegenpilz, Mariendistel

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.8.2017 geändert.
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