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Glibenclamid Arzneimittelgruppen Antidiabetika Sulfonylharnstoffe

Glibenclamid ist ein blutzuckersenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Die Wirkungen beruhen auf der Freisetzung von Insulin aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Die Tabletten werden in der Regel morgens vor dem Frühstück oder vor der ersten Hauptmahlzeit eingenommen. Mahlzeiten dürfen nicht ausgelassen werden. Die häufigste mögliche unerwünschte Wirkung ist die Hypoglykämie. Glibenclamid hat ein hohes Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen.

synonym: Glibenclamidum PhEur, Glyburid

Produkte

Glibenclamid ist in Form von Tabletten im Handel (Daonil®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1970 zugelassen und wird auch fix mit Metformin kombiniert (Glucovance®).

Struktur und Eigenschaften

Glibenclamid (C23H28ClN3O5S, Mr = 494.0 g/mol) ist ein Sulfonylharnstoff. Es liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Glibenclamid (ATC A10BB01 ) hat antidiabetische und blutzuckersenkende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Förderung der Insulinsekretion aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse (siehe auch unter Gliclazid).

Indikationen

Zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden in der Regel einmal täglich vor dem Frühstück oder vor der ersten Hauptmahlzeit eingenommen. Die Mahlzeiten dürfen nicht ausgelassen werden. Bei hohen Dosen wird eine Aufteilung empfohlen (zusätzlich eine Gabe vor dem Abendessen).

Kontraindikationen

Glibenclamid ist bei Überempfindlichkeit, Diabetes mellitus Typ 1, diabetischem Koma, Präkoma, Ketoazidose, schweren Störungen der Leber-, Nieren- und Nebennierenrindenfunktion, während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Es darf nicht mit Bosentan (Tracleer®) kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die gleichzeitige Verabreichung von Bosentan kann zu einer Erhöhung der Leberenzyme führen. Zahlreiche Arzneimittel haben einen Einfluss auf den Blutzucker und können so zu Wechselwirkungen führen.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigste mögliche unerwünschte Wirkung ist die Hypoglykämie. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit und Durchfall, Gewichtszunahme sowie Sehstörungen.

siehe auch

Sulfonylharnstoffe, Diabetes mellitus Typ 2

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 8.4.2017 geändert.
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