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Grundlagen der menschlichen Existenz

D'où venons-nous? Que sommes-nous? Où allons-nous? (Paul Gauguin)

Der menschliche Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Oder anders ausgedrückt, wir haben nicht einen Körper, wir sind ein Körper und beide können ohne einander nicht sein. Das bedeutet, dass wir weder vor unserer Geburt noch nach unserem Tod existieren. Wir treten ans Licht, um es mit dem Tod für immer wieder zu verlassen. Alles Erlernte, Erfahrere und Gelebte verschwindet dann mit uns. Wenn alles gut geht, stehen uns insgesamt etwa 700'000 Stunden zur Verfügung. Unser Leben findet nur ein einziges Mal statt und es gibt kein Zurück.

Wir sind keine gesonderten Wesen, sondern gehören zu den Tieren, insbesondere zu den Affen. Im Unterschied zu anderen Affen haben wir ein grosses Gehirn, mit welchem wir unsere Umwelt konstruieren, unser Wissen per Wort und Schrift an die Nachkommen weitergeben und uns selbst erkennen. Alle unsere engeren Verwandten der Gattung Homo wie beispielsweise der Homo neanderthalensis sind ausgestorben.

Wir sind eine Ausprägung des Lebens, das auf der Erde vor zirka 4 Milliarden Jahren seinen Lauf nahm und sich kontinuierlich vermehrt, weiterentwickelt und spezialisiert hat. Unser gemeinsamer Stammbaum reicht bis in diese Zeit zurück. Wir bestehen aus Stoffen, die aus Sonnen entstanden sind und sind mit allen anderen Lebenwesen verwandt, also auch mit Schnecken, Kröten und Fliegenpilzen. Falls wir kinderlos bleiben, endet diese Linie mit uns. Die Stoffe unseres Körpers gehen dann in andere Lebewesen und in die unbelebte Natur über, nicht aber der Geist.

Während wir uns körperlich in den letzten Jahrtausenden kaum weiterentwickelt haben, hat unsere kulturelle Evolution riesige Schritte vorwärts gemacht. Roland Wright drückt es folgendermassen aus: We are running twenty-first-century software on hardware last upgraded 50'000 years ago. Auch deshalb haben wir uns von der Natur weitgehend entfremdet. Im Büroturm, in geduckter Haltung vor dem Computer sitzend, vergessen wir, das wir ein Teil der Natur sind.

Unsere Handlungen und Werte sind im grösseren Zusammenhang bedeutungslos. Ob wir also Gutes tun, eine Prüfung nicht bestehen oder auf den Boden spucken, interessiert weder die Erde noch das Universum. Bedeutung erhalten sie jedoch und einzig in der menschlichen Gesellschaft. Für uns ist vieles bedeutsam und wir romantisieren unsere Umwelt. So wird die Sonne ein Gott und der Blitz eine Waffe von Zeus. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnissvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe so romantisiere ich es (Novalis).

siehe auch

Tod, Leben


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.6.2016 geändert.
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