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Fuchsbandwurm Indikationen Infektionskrankheiten Würmer Bandwürmer

Der Fuchsbandwurm wird durch den Verzehr von Waldbeeren, Pilzen oder Gemüse aus Freilandanbau auf den Menschen übertragen. Bei einer Infektion entwickeln sich in der Leber so genannte Hydatiden, welche invasiv ins Gewebe einwachsen und die Organfunktion beeinträchtigen. Unbehandelt führt dieser Krankheitszustand in mehr als 90% der Fälle zum Tod. Die Behandlung mit Wurmmitteln oder die operative Entfernung der Zysten ist daher unerlässlich.

synonym: Echinokokkose, Echinococcus multilocularis

DefinitionenSymptomeVerlauf

Sehr lange Inkubationszeit, die meist mehr als 10 Jahre dauert, betrifft ausschliesslich die Leber. Ist wegen des infiltrativen Wachstums ähnlich bösartig wie eine Tumorerkrankung.

Ursachen

Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis)

Übertragung

Perorale Aufnahme von Wurmeiern durch kontaminierten Kot (Schmierinfektion) verunreinigte Lebensmittel (z.B. Waldbeeren, Pilze, Gemüse) oder Trinkwasser. Problem: unkontrollierte Verbreitung menschlicher Fäkalien, z.B. an Fernstrassen, Bahndämmen etc.; ungenügende Abwasserklärung (durch Überschwemmungen werden die Wurmeier oder –larven auf Wiesen und Weiden verteilt).

Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren:

1. Aufnahme der Larven vom Endwirt (Füchse, seltener auch Katzen und Hunde) durch Fressen von infizierten Mäusen

2. Entwicklung der Larve im Darm des Endwirts zum ausgewachsenen Wurm

3. Ausscheidung der Eier mit dem Kot

4. Aufnahme der Wurmeier vom Zwischenwirt (Maus) über kontaminierte Lebensmittel wie zum Beispiel Waldbeeren

5. Entwicklung von Larven im Dünndarm, die anschliessend über das Blut in die Leber und seltener auch in andere Organe gelangen und sich dort zu Zysten entwickeln. Die Zysten sind tumorähnliche Gebilde, die ins Gewebe hineinwachsen und so die betroffenen Organe beschädigen.

Der Mensch kann ebenfalls mit Wurmeiern infiziert werden, er ist jedoch ein Fehlwirt, da sich in ihm keine ausgewachsenen Würmer bilden können und er nicht vom Fuchs gefressen wird. Der Kreislauf wird somit unterbrochen.

EpidemiologieKomplikationen

Funktionsverlust der Leber

Risikofaktoren

Verzehr von bodennah wachsenden Waldfrüchten (Beeren, Pilze etc.) und Gemüse, Salat und Beeren aus Freilandanbau. Schlechte hygienische Bedingungen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt meist sonographisch oder aufgrund eines CT-Befunds.

Nicht-medikamentöse Therapie

Operative Entfernung der Zysten. Die Entfernung der Finnen allein ist bei alveolärer Echinokokkose aufgrund des invasiven Wachstums meist sehr schwierig. Oft ist daher die Entfernung eines ganzen Leberlappens oder eine Lebertransplantation erforderlich.

Medikamentöse Therapie

Antihelminthika:

VorbeugungWissenswertes

Wurmeier sind gegenüber Alkohol und anderen Desinfektionsmitteln resistent und können sehr lange infektiös bleiben.

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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