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Dermatophytosen Indikationen Infektionskrankheiten Pilzinfektionen

Dermatophytosen sind Pilzerkrankungen der Haut und ihrer Anhangsgebilde, d.h. der Nägel und Haare. Die Krankheit kann durch Menschen oder Tiere übertragen werden und zeigt je nach Lokalisation unterschiedliche Symptome. Behandelt werden die Dermatophytosen mit Pilzmitteln.

synonym: Tinea, Dermatophytie, Dermatomykosen, Hautpilz

Symptome

Die Symptome unterscheiden sich je nach Lokalisation der Erkrankung:

Beispiele von Dermatophytosen und ihren Erregern

Hautmykosen: Tinea corporis (z.B. Ringelflechten)

Fussmykosen: Tinea pedis (Fusspilz)

Kopfhaarmykosen: Tinea capitis

Barthaarmykosen: Tinea barbae

Nagelmykosen / Onychomykosen: Tinea unguium (Nagelpilz)

Verlauf

Von Tieren erworbene Dermatophytosen wie zum Beispiel eine Kälberflechte, verlaufen meist schwerer als solche, die vom Menschen stammen.

Ursachen

Dermatophyten:

Übertragung:

Epidemiologie

In Mitteleuropa sind T. rubrum, Microsporum canis, T. interdigitale und T. mentagrophytes die häufigsten Ursachen einer Dermatophytose.

KomplikationenRisikofaktorenDiagnose

Die Diagnose wird anhand des klinischen Erscheinungsbildes und durch eine mikroskopische Untersuchung von Haaren, Hautschuppen und Nagelbestandteilen erstellt. Zur Identifizierung der involvierten Pilzart kann eine Pilzkultur angezüchtet werden, die jedoch erst nach etwa 2-3 Wochen ein Resultat liefert.

DifferentialdiagnoseMedikamentöse Therapie

Antimykotika:

topisch:

systemisch:

Therapiehinweise:

Nach Möglichkeiten sollten Dermatophytosen äusserlich behandelt werden. Aufgrund der zum Teil langen Therapiedauer bei topischer Behandlung zeigen gewisse Patienten aber eine sehr schlechte Compliance.

Äusserlich anwendbare Antimykotika haben nur eine geringe Tiefenwirkung und sind desshalb zur Behandlung von hyperkeratotischen Mykosen und stark infiltrierten Dermatophytosen alleine nicht geeignet.

Wissenswertes

Da die Haut, Nägel und Haare viel Keratin enthalten und sich Dermatophyten von dieser Substanz ernähren, werden hauptsächlich genau diese Organe befallen. Systemische Erkrankungen mit Dermatophyten werden praktisch nie beobachtet.

Die Pilze vermehren sich vor allem im Randbereich der ringförmigen Hautveränderungen, dort wo auch die stärkste Entzündung vorliegt. Bei befallenen Haaren befinden sich die Erreger meist in den Haarfollikeln.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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