Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Bandwürmer (Cestoda) Indikationen Infektionskrankheiten Würmer

In der Schweiz werden vor allem Infektionen mit Rinder- und Fuchsbandwürmern beobachtet. Während ein Rinderbandwurmbefall relativ harmlos ist, führt eine Infektion durch einen Fuchsbandwurm unbehandelt in über 90% der Fälle zum Tod. Wurminfektionen verlaufen häufig symptomlos oder äussern sich in Form gastrointestinaler Beschwerden. Übertragen werden die Würmer unter anderem durch den Verzehr von rohem Fleisch und kontaminierten Waldbeeren. Die Behandlung erfolgt mit Wurmmitteln oder durch operative Entfernung des Parasiten.

synonym: Cestoda, Cestoden, Wurmbefall, Taeniasis, Zystizerkose, Echinokokkose

DefinitionenAussehen

Bandwürmer sind flache und bandförmige Organismen mit einem Kopf (Skolex) mit Saugnäpfen und Gliedern (Proglottiden).

 Merkmal Rinder-bandwurm Schweine-bandwurm Fuchs-bandwurm Hunde-bandwurm
 Länge 5-10m 2-4m 1-5mm 3-6mm
Kopf 4 Saugnäpfe 4 Saugnäpfe - -
 Anzahl Uterusverzweigungen 15-30 7-12 - -
 Besonderheiten - Hakenkranz am Stirnfortsatz - Besitzt weniger als 5 Proglottiden
Symptome

Die Infektion ist häufig symptomlos. Typische Symptome sind gastrointestinale Beschwerden wie z.B. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, Wühlendes Gefühl im Bereich des Nabels, abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Bauchkrämpfe. Beim Fuchs- und Hundebandwurm bilden sich Zysten in der Leber.

Rinder- und Schweinebandwurm-Infektionen sind zwar lästig, aber im Normalfall relativ harmlos.Die Hydatiden, die bei Fuchs- oder Hundebandwurmbefall in der Leber oder in anderen Organen entstehen, beeinträchtigen dagegen die Funktion dieser Organe. Daher sind solche Infektionen für den Körper gefährlich und führen unbehandelt in den meisten Fällen zum Tod.

Ursachen

In der Schweiz ist vor allem die Infektion mit Rinder- oder Fuchsbandwurm verbreitet.

Übertragung

Übertragen werden die Würmer durch perorale Aufnahme von Wurmeiern durch kontaminierten Kot (Schmierinfektion), zum Beispiel über verunreinigte Lebensmittel (z.B. gedüngtes Gemüse) oder fäkal kontaminiertes Trinkwasser. Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren.

Komplikationen

Ablagerungen im Gehirn können zu einer lebensbedrohlichen Situation führen Meningoenzephalitis

Risikofaktoren

Verzehr von rohem Fleisch und Gemüse, schlechte hygienische Bedingungen.

Diagnose

Je nach Erreger durch Nachweis von Eiern im Stuhl, durch Antikörpernachweis, sonografisch oder aufgrund eines CT-Befunds. Die Differenzierung zwischen den einzelnen Würmern kann morphologisch durch eine mikroskopische Untersuchung erfolgen.

Differentialdiagnose

Magen-, Darm und Gallenwegserkrankungen

Nicht-medikamentöse Therapie

Bei Zystizerkose oder Fuchs- bzw. Hundebandwurmbefall durch operative Entfernung der Zysten.

Medikamentöse Therapie

Antihelminthika:

Präventionsiehe auch

Rinderbandwurm, Schweinebandwurm, Fuchsbandwurm, Hundebandwurm

LiteraturWeitere Informationen

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen