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Aspergillosen Indikationen Infektionskrankheiten

Eine Aspergillose ist eine durch Schimmelpilze der Gattung Aspergillus verursachte Infektion, die praktisch nur Personen mit geschwächtem Immunsystem betrifft und sich oft in der Lunge manifestiert. Es können aber auch andere Organe, unter anderem die Nasennebenhölen, das zentrale Nervensystem und die Leber betroffen sein. Die Übertragung erfolgt durch das Einatmen von Sporen aus der Luft, welche bei Bauarbeiten oft in grossen Menge aus Isolationsmaterialien freigesetzt werden. Da besonders immungeschwächte Personen mit schweren Grunderkrankungen betroffen sind, verlaufen Aspergillosen sehr oft tödlich. Es ist daher wichtig diese Patienten bestmöglich vor Infektionsquellen zu schützen und möglichst rasch eine Behandlung mit wirksamen Antimykotika zu beginnen.

synonym: Aspergillus-Mykose

Symptome

Pulmonale Aspergillose:

Sinus (Nasennebenhöhlen)-Aspergillose:

ZNS-Aspergillose:

Weitere Aspergillosen:

Verlauf

Die Inkubationszeit liegt bei Tagen bis Wochen. Da Aspergillosen meist eine Begleiterscheinung von schweren Grunderkrankungen sind, führen sie sehr oft zum Tod (Letalität von ca. 40-90%). Ein möglichst rascher Therapiebeginn ist daher sehr wichtig.

Ursachen

Verantwortlich für eine Aspergillose sind Schimmelpilze (gehören zu den Fadenpilzen) der Gattung Aspergillus, v.a. Aspergillus fumigatus oder A. flavus, seltener auch A. niger oder A. nidulans.

Übertragung:

Reservoir:

EpidemiologieKomplikationen

Pulmonale Aspergillose: Ausbreitung auf Hirn, Nieren und v.a. die Blutgefässe → Blutungen, Bildung von Thrombosen oder Auslösung eines Herzinfarktes

RisikofaktorenDiagnose

Die Diagnose erfolgt durch mikroskopischen oder kulturellen Pilznachweis. Bei einer allergischen Aspergillose können zudem Antikörper nachgewiesen werden und ein Aspergillom ist auf dem Thorax-Röntgenbild als kugelförmiger Schatten erkennbar.

Da Aspergillosen zu Lebzeiten oft unerkannt bleiben, werden sie häufig erst bei der Autopsie diagnostiziert.

DifferentialdiagnoseNicht-medikamentöse Therapie

Aspergillom: Chirurgische Entfernung

Medikamentöse Therapie

Invasive Aspergillose:

Allergische bronchopulmonale Aspergillose:

PräventionBeratungshinweise

Bei Infektionen, die im Krankenhaus erworben werden, muss die Infektionsquelle ausfindig gemacht und behoben werden.

Wissenswertes

Eine Kolonisierung des Atmungstraktes mit Pilzen der Gattung Aspergillus ohne die Auslösung einer Infektion wird häufig beobachtet.

Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund der Candida-Prophylaxe mit Fluconazol die Anzahl invasiver Aspergillosen angestiegen ist.

Neue Pilzmittel zur Behandlung von invasiven Mykosen bei immungeschwächten Patienten sind zurzeit in Entwicklung, z.B. die Azole Isavuconazol, Ravuconazol und Albaconazol oder das Echinocandin Aminocandin.

Literatur

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 6.11.2017 geändert.
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