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Schlankheitsmittel Arzneimittelgruppen

Schlankheitsmittel (Antiadiposita) sind Wirkstoffe für die Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit. Mit den Arzneimitteln soll das Körpergewicht reduziert oder gehalten und assoziierte Gesundheitsrisiken vermindert werden.

synonym: Anorektika, Appetitzügler, Schlankheitsmittel

Wirkungen

Antiadiposita unterscheiden sich in ihren Wirkungen. Sie hemmen den Appetit oder erhöhen die Sättigung, reduzieren die Aufnahme von Nahrungsbestandteilen im Darm oder fördern ihre Verwertung, erhöhen den Energieumsatz und abbbauende Stoffwechselprozesse.

Das ideale Schlankheitsmittel würde einen schnellen, hohen und stabilen Gewichtsverlust ermöglichen und gleichzeitig sehr gut verträglich und bei allen Patientengruppen anwendbar sein. Ein solches Wundermittel ist derzeit leider noch nicht im Handel.

Indikationen

Für die Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas). Die Behandlung sollte immer von einer Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Aktivität begleitet werden.

1. Zugelassene Wirkstoffe

Lipasehemmer:

Serotoninagonisten:

GLP-1-Rezeptor-Agonisten:

2. Zulassung aufgehoben

Selektive Serotonin und Noradrenalin Reuptake Inhibitoren (SSNRI):

Cannabinoid-Rezeptor-Antagonisten:

3. Nicht zugelassene Wirkstoffe (Schweiz)

Viele weitere Arzneimittel können das Körpergewicht senken, sind aber in der Schweiz nicht für die Indikationen Übergewicht und Adipositas zugelassen. Ihre gewichtssenkende Wirkung kann bei der zugelassenen Indikation nützlich sein, zum Beispiel bei Diabetes mellitus oder Depression mit gleichzeitigem Übergewicht. Aufgrund der unerwünschten Wirkungen ist aber fraglich, ob sie in ärztlicher Behandlung Off-Label zur ausschliesslichen Behandlung von Übergewicht verschrieben werden sollten.

Sympathomimetika, Amphetamine und Amphetaminähnliche:

Noradrenalin und Dopamin Wiederaufnahmehemmer:

Serotonin Wiederaufnahmehemmer:

Schilddrüsenhormone:

Histaminagonisten:

Antidiabetika:

Neuere Antiepileptika:

Opioid-Antagonisten:

Missbrauch

Da viele Arzneimittel antiadipös wirksam, aber nicht in dieser Indikation zugelassen sind, werden sie von einigen Patienten missbräuchlich zum Abnehmen eingesetzt. Dies gilt etwa für die Schilddrüsenhormone oder Sympathomimetika wie Ephedrin und Phenylpropanolamin, die als Tierarzneimittel erhältlich sind. Der mögliche Missbrauch muss in der Apotheke beachtet werden, da die nicht-kontrollierte Einnahme solcher Mittel zu schweren unerwünschten Wirkungen führen kann, insbesondere durch Interaktionen und bei Gegenanzeigen.

Ein weiteres Problem stellen im Internet gehandelte Schlankheitsmittel dar, die mit potenten Wirkstoffen versetzt sind. Die Swissmedic warnte erst kürzlich vor dem Schlankheitsmittel Zhen de Shou, das über das Internet vertrieben wird und Sibutramin enthält.

4. Alternative Antiadiposita

Zahlreiche pflanzliche und andere alternativmedizinische Mittel sind als Arzneimittel, Medizinprodukte oder Nahrungsmittelergänzungen erhältlich. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist in der Regel nicht zuverlässig nachgewiesen. Auch pflanzliche Mittel können zu unerwünschten Wirkungen führen, wie zum Beispiel Coffein, Tabak (Rauchen), Ephedra oder pflanzliche Abführmittel.

Nahrungsfasern und Ballaststoffe:

Chitosan:

Coffein und Coffeindrogen:

Pflanzliche Sympathomimetika:

Weitere (Auswahl):

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.2.2018 geändert.
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