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Schöllkraut Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus dem Kraut des Schöllkrauts Chelidonium majus werden unter anderem für die Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und bei Verdauungsstörungen eingenommen. Schöllkraut hat gallentreibende, krampflösende, schmerzlindernde und antivirale Eigenschaften. Zu den aktiven Inhaltsstoffen gehören die Benzylisochinolin-Alkaloide. Vor allem in hoher Dosierung können lebertoxische Nebenwirkungen auftreten. Sehr selten wurde über Leberschädigungen berichtet.

synonym: Chelidonium, Chelidonium majus, Warzenkraut, Schellkraut

Produkte

Zubereitungen aus dem Schöllkraut sind unter anderem als Tinktur (Tropfen) im Handel. Die Arzneidroge ist in Apotheken und Drogerien verfügbar. Schöllkraut wird aufgrund des Gattungsnamens auch als „Chelidonium“ bezeichnet.

Stammpflanze

Das Schöllkraut Chelidonium majus L. aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) ist auch in Europa heimisch. Besonders an der Pflanze ist der gelb-orange Milchsaft, der beim Anschneiden aus den Stängeln austritt.

Arzneidroge

Als Arzneidroge wird das Kraut (Schöllkraut, Chelidonii herba) verwendet, die während der Blütezeit gesammelten, getrockneten, ganzen oder geschnittenen oberirdischen Teile von Chelidonium majus L. Das Arzneibuch fordert einen Mindestgehalt an Alkaloiden. Aus dem Kraut werden unter anderem Tinkturen und alkoholische Extrakte hergestellt.

Inhaltsstoffe

Das Schöllkraut enthält über 20 verschiedene Benzylisochinolin-Alkaloide. Dazu gehören zum Beispiel Berberin, Coptisin und Chelidonin. Daneben finden sich auch organische Säuren und Flavonoide.

Wirkungen

Die Zubereitungen haben gallentreibende (choleretische), krampflösende, schmerzlindernde, entzündungshemmende, beruhigende, antimikrobielle und antivirale Eigenschaften.

Anwendungsgebiete

Für die Behandlung von krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darm-Trakts. Zur Anregung des Gallenflusses bei Verdauungsstörungen.

Der frische Milchsaft wird in der Volksmedizin für die Behandlung von Warzen verwendet.

Schöllkraut wird auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt (Bai Qu Cai).

Dosierung

Gemäss der Gebrauchsinformation. Bei einer Anwendung von über vier Wochen sollten Leberfunktionstests durchgeführt werden.

Kontraindikationen

Bei Anzeichen von Lebererkrankungen (z.B. Müdigkeit, Appetitverlust, Gelbsucht, dunkler Urin, entfärbter Stuhl, erhöhte Leberwerte) sind die Arzneimittel abzusetzen. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Vor allem bei der Verabreichung hoher Dosen können lebertoxische Nebenwirkungen auftreten. Sehr selten wurde über ein akutes Leberversagen, eine Hepatitis und veränderte Leberfunktionswerte berichtet.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.3.2018 geändert.
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