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Artischocke Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus den Blättern der Artischocke Cynara scolymus (Cynara cardunculus) haben unter anderem gallentreibende, lipidsenkende und antioxidative Eigenschaften. Sie werden bei Verdauungsbeschwerden, bei Völlegefühl und Aufstossen und für die unterstützende Behandlung von Störungen des Fettstoffwechsels eingenommen. Zu den aktiven Inhaltsstoffen gehören Bitterstoffe, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide. Unerwünschte Wirkungen treten selten auf und betreffen in der Regel den Gastrointestinaltrakt.

synonym: Cynara scolymus, Cynara cardunculus

Produkte

Zubereitungen aus Artischockenblättern sind unter anderem in Form von Kapseln, Dragées, Tabletten, Tropfen, als Teemischungen und als Saft im Handel. Die Arzneidroge ist ebenfalls erhältlich. Aus Artischocken wird auch der italienische Likör Cynar hergestellt.

Stammpflanze

Die Artischocke Cynara scolymus (Synonym: Cynara cardunculus aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine distelartige Pflanze, die im Mittelmeerraum heimisch ist.

Arzneidroge

Als Arzneidroge werden die Artischockenblätter (Cynarae folium) verwendet, die getrockneten, ganzen oder geschnittenen Blätter von Cynara scolymus. Das Arzneibuch fordert einen Mindestgehalt an Chlorogensäure. Aus den Blättern werden unter anderem mit Ethanol Flüssig- und Trockenextrakte hergestellt. Verwendet wird auch das Pulver aus den Blättern und der Presssaft.

Inhaltsstoffe

Zu den aktiven Inhaltsstoffen gehören:

Wirkungen

Die Zubereitungen haben gallentreibende (choleretische), verdauungsfördernde, lipidsenkende / cholesterinsenkende, hepatoprotektive, spasmolytische, karminative, antiemetische und antioxidative Eigenschaften.

AnwendungsgebieteDosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Die Arzneimittel werden in der Regel dreimal täglich mit dem Essen eingenommen (abhängig vom Medikament).

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen wurden mit Vitamin-K-Antagonisten beschrieben.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein leichter Durchfall mit Krämpfen, epigastrische Störungen wie Übelkeit, Sodbrennen und allergische Reaktionen. Nebenwirkungen treten selten auf.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.10.2017 geändert.
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