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Anabolika

Arzneimittelgruppen

Zusammenfassung

Anabolika sind Arzneimittel, die im Organismus aufbauende Prozesse fördern, im Speziellen den Aufbau von Eiweissen und Muskeln. Sie werden nur selten zur Behandlung von Krankheiten, beispielsweise von aplastischer Anämie, eingesetzt. Vielmehr werden Anabolika illegal als Dopingmittel parallel zu entsprechenden Trainings eingenommen, um den Muskelaufbau zu fördern - mit zahlreichen unerwünschten Wirkungen. Dazu gehören Akne, Gewichtszunahme, Leberschädigungen, unerwünschter Haarwuchs sowie Vermännlichung bei der Frau.

syonym: androgen-anabole Steroide

Struktur

Durch die chemische Modifikationen des männlichen Geschlechtshormons Testosteron wurde versucht, den anabolen Effekt der Androgene zu steigern und gleichzeitig die androgene Wirkung zu reduzieren, um so Wirksubstanzen mit vorwiegend anabolen Eigenschaften zu erhalten.

Testosteron Nandrolon

Wirkungen

Wirkmechanismus

Bindung an den Androgenrezeptor

Indikationen

Medizinische Indikationen:

Wirkstoffe

Anabol androgene Steroide:

Andere anabole Wirkstoffe:

Kontraindikationen

Zu den Kontraindikationen gehören unter anderem Prostatakarzinome, Schwangerschaft und eine eingeschränkte Leberfunktion.

Interaktionen

Anabole Steroide können die Glucosetoleranz beeinflussen und den Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika vermindern. Bei gleichzeitiger Anwendung von Antikoagulantien und Anabolika kann in einer Steigerung der antikoagulierenden Wirkung und der Blutungsneigung resultieren.

Unerwünschte Wirkungen

Frauen:

Männer:

Beide Geschlechter:

Beratungshinweise

Da der Gebrauch von Anabolika im Sport nicht erlaubt ist, werden sie grösstenteils illegal über den Schwarzmarkt bezogen. Bei solchen Produkten handelt es sich oft um Fälschungen, die einen anderen Wirkstoff enthalten und nicht in den korrekten Dosierungen angewendet werden.

Wissenswertes

Der Gebrauch von Anabolika in und ausserhalb des Wettkampes ist seit 1976 verboten. Die Dopingliste (www.antidoping.ch) unterscheidet zwischen körperfremden und körpereigenen Anabolika. Falls ein körperfremdes Anabolikum bei einer Dopingkontrolle gefunden wird, ist das Resultat positiv. Beim Nachweis eines körpereigenen Anabolikums müssen weitere Abklärungen getroffen werden, um zu zeigen, ob es sich um einen Missbrauch handelt oder ob die Substanz natürlich gebildet wurde.

Studien aus den USA haben ergeben, dass der Gebrauch von Anabolika ein nicht mehr nur auf den Leistungssport begrenztes Phänomen darstellt, sondern vermehrt auch bei Freizeitsportlern beliebt ist.

siehe auch

Androgene, Antiandrogene

Literatur


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Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 14.3.2010