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Wasserdesinfektion (Wasseraufbereitung)

Indikationen

Durch kontaminiertes Wasser können Erreger wie Salmonellen, Legionellen oder Choleravibrionen übertragen werden. Besonders auf Reisen leiden viele Menschen an Durchfallerkrankungen, die sie durch verschmutztes Wasser erworben haben. Mit Hilfe der Wasserdesinfektion sollen durch physikalische oder chemische Methoden Mikroorganismen aus dem Wasser entfernt und/oder abgetötet werden, um hygienisch einwandfreies Wasser zu erhalten. Falls keine andere Möglichkeit zur Trinkwasserdesinfektion vorhanden ist, sollte das Wasser immer abgekocht werden. Sonst eigenen sich auf Reisen die auf Silberbasis beruhenden Micropur®-Präparate.

synonym: Wasseraufbereitung

siehe auch: Reisediarrhoe

Beispiele von Erregern bzw. Krankheiten, die via Wasser erworben werden können:

Bakterien:

Viren:

Protozoen:

Epidemiologie

Schätzungsweise erkranken pro Jahr ca. 1 Milliarde Menschen an der Folge von Trinkwasser mit unzureichender hygienischer Qualität und etwa 3 Millionen der Betroffenen sterben jährlich an den Folgen ihrer Krankheit.

Laut der WHO sind 80% aller Reiserkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurückführbar.

Ziel der Wasserdesinfektion

Durch die Wasserdesinfektion sollen Mikroorganismen abgetötet oder entfernt werden, ohne dadurch selber ein noch grösseres Gesundheitsrisiko zu schaffen. Die Desinfektion ist meist der letzte Schritt der Wasseraufbereitung.

Methoden zur Wasserdesinfektion

Chemische Substanzen zur Trinkwasserdesinfektion

Desinfektion von Planschbecken, Verhinderung von Algenwachstum

Das Wasser kann länger verwendet werden und muss weniger häufig gewechselt werden.

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Beratungshinweise

Die beste Trinkwasseraufbereitung wird erreicht, wenn das Wasser zuerst filtriert und anschliessend desinfiziert wird.

Als Notfallmassnahme sollte potentiell kontaminiertes Wasser immer abgekocht werden, falls keine andere Möglichkeit zur Trinkwasserdesinfektion vorhanden ist.

Der unangenehme Chlorgeschmack von entsprechend behandeltem Wasser kann mit Micropur® Antichlor neutralisiert werden. Das Chlor wird dabei durch das im Präparat enthaltene Natriumthiosulfat in Speisesalz umgewandelt.

Wissenswertes

Die Effizienz der Wasserdesinfektion hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Mikroorganismen in Partikeln oder Biofilmen sind in einem gewissen Mass geschützt und haben daher eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Chemikalien als freie Erreger. Die Wirksamkeit der Desinfektionsmittel bzw. -methoden wird ebenfalls durch weitere Umstände, wie zum Beispiel die Trübung, die Herkunft (Grund- vs. Oberflächenwasser), den Grad der Verschmutzung/Verkeimung oder den pH-Wert des Wassers beeinflusst.

Chemische Desinfektionsmittel führen zur Bildung von zum Teil toxischen Nebenprodukten. Diese stellen jedoch im Vergleich zu verschmutztem Wasser ein viel geringeres Gesundheitsrisiko dar. Zudem kann die Nebenprodukt-Belastung durch Monitoring erfasst werden. Falls notwendig, können die chemischen Ausgangsstoffe oder die entstandenen Nebenprodukte selbst entfernt werden.

Die (Mikro)filtration ist besonders für die Entfernung von Parasiten sehr wichtig.

Im Unterschied zu Chlor und Chlordioxid können mit Ozon und UV-Strahlen Parasiten abgetötet werden.

Eine effektive Eliminierung von Mikroorganismen in Biofilmen ist mit Chlor nur nach einer langen Einwirkzeit möglich. Zudem kommt es bei einer Dosisreduktion oder nach Beendigung der Wasserbehandlung relativ rasch zu einer Wiederverkeimung.

Der desinfizierende Effekt von Chlor und Hypochloriten nimmt mit zunehmendem pH-Wert ab.

Der entscheidende Vorteil der Trinkwasserdesinfektion mit UV-Strahlen im Vergleich zu chemischen Desinfektionsmitteln ist, dass bei dieser Methode keine Nebenprodukte entstehen, nachteilig ist dagegen die relativ kurze Wirkdauer.

siehe auch

Literatur


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Alle Inhalte sind werbefrei. Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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