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Rinderbandwurm (Taenia saginata) Indikationen Infektionskrankheiten Würmer Bandwürmer

Ein Rinderbandwurm-Befall verläuft oft asymptomatisch oder zeigt sich allenfalls in Form von gastrointestinalen Beschwerden. Die Übertragung der Würmer auf den Menschen erfolgt durch den Verzehr von rohem Rindfleisch. Behandelt wird die Infektion mit Wurmmitteln.

synonym: Taeniasis, Taenia saginata

Symptome

Inkubationszeit: 4-10 Wochen. Nach ca. 10 Wochen sind die Larven infektiös

Ursachen

Rinderbandwurm (Taenia saginata). Reservoir: Rind (Zwischenwirt), Mensch (Endwirt)

Übertragung

Perorale Aufnahme von Wurmeiern durch kontaminierten Kot (Schmierinfektion) → verunreinigte Lebensmittel (z.B. Verzehr von rohem oder nicht tiefgefrorenem Rindfleisch) oder Trinkwasser.

Problem: unkontrollierte Verbreitung menschlicher Fäkalien, z.B. an Fernstrassen, Bahndämmen etc.; ungenügende Abwasserklärung (durch Überschwemmungen werden die Wurmeier oder –larven auf Wiesen und Weiden verteilt)

Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren:

1. Entwicklung der Eier zu Larven im Darm des Zwischenwirts (Rind)

2. Durchbohrung der Darmwand und Transmission in die Muskulatur (v.a. gut durchblutete Muskeln)

3. Übertragung der Finnen durch den Konsum von kontaminiertem Fleisch auf den Menschen (Endwirt)

4. Entwicklung der Larven im menschlichen Darm zum Bandwurm

5. Ausscheidung von Bandwurmeiern über den Kot

6. Aufnahme der Wurmeier von Rindern durch gedüngtes GrasEpidemiologie

Der Rinderbandwurm ist in der Schweiz relativ weit verbreitet.

KomplikationenRisikofaktoren

Verzehr von rohem Fleisch und Gemüse, schlechte hygienische Bedingungen

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Proglottiden (können sich Bewegen) oder Eiern im Stuhl.

Die Differenzierung zwischen einer Infektion durch Schweine- bzw. Rinderbandwurm erfolgt morphologisch durch eine mikroskopische Untersuchung.

Die Eigenbeweglichkeit der Proglottiden führt oft zu Fehldiagnosen, da sie fälschlicherweise als eigenständige Würmer angesehen werden.

Differentialdiagnose

Magen-, Darm und Gallenwegserkrankungen

Medikamentöse Therapie

Antihelminthika:

PräventionLiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (MW) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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