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Hundebandwurm Indikationen Infektionskrankheiten Würmer Bandwürmer

Der Hundebandwurm wird durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder durch den Verzehr von mit Wurmeiern kontaminiertem Gemüse auf den Menschen übertragen. Bei einer Infektion entwickeln sich in der Leber und der Lunge so genannte Hydatiden, welche das umliegende Gewebe verdrängen und Organfunktion beeinträchtigen. Um mögliche Rupturen der Organe, die durch die Ausdehnung der Hydatiden entstehen, zu verhindern müssen die Zysten operativ entfernt und die Infektion mit Wurmmitteln behandelt werden.

synonym: Echinokokkose, Echinococcus granulosus

Definitionen

Echinokokkose: Fuchs- oder Hundebandwurm-Befall

Finne bzw. Zystizerke: Larvenform der Bandwürmer

Symptome

Die Hydatiden in den Organen verdrängen das Gewebe, was zu Schmerzen und Rupturen führt.

Zystische Echinokokkose mit Schmerzen im rechten Oberbauch (Leber)

Lungenechinokokkose mit Zeichen einer Lungenentzündung (Husten, Auswurf, Atemnot, Schmerzen im Brustbereich etc.)Verlauf

Die Inkubationszeit ist lange und beträgt ca. 6 Monate oder sogar Jahre.

Ursachen

Hundebandwurm, Echinococcus granulosus

Übertragung:

Perorale Aufnahme von Wurmeiern durch kontaminierten Kot (Schmierinfektion, zum Beispiel durch verunreinigte Lebensmittel wie Gemüse oder Trinkwasser. Ein Problem stellt die unkontrollierte Verbreitung menschlicher Fäkalien, z.B. an Fernstrassen, Bahndämmen etc. dar, sowie die ungenügende Abwasserklärung. Durch Überschwemmungen werden die Wurmeier oder –larven auf Wiesen und Weiden verteilt.

Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren

1. Aufnahme der Larven vom Endwirt (Hund) durch Fressen von kontaminiertem Schlachtfleisch (Innereien und Leber)

2. Entwicklung der Larve im Darm des Endwirts zum ausgewachsenen Wurm

3. Ausscheidung der Eier mit dem Kot

4. Aufnahme der Wurmeier vom Zwischenwirt (Paarhufer wie zum Beispiel Schafe, Rinder oder Schweine)

5. Durchbohrung der Schleimhaut und Transport via Blut in die Leber

6. Bildung von Hydatiden (flüssigkeitsgefüllte Bläschen, in denen die asexuelle Vermehrung der Larven stattfindet) in der Leber und zum Teil auch in der Lunge

7. Schlachtung der infizierten Tiere

Der Mensch kann ebenfalls mit Wurmeiern infiziert werden, er ist jedoch ein Fehlwirt, da sich in ihm keine ausgewachsenen Würmer bilden können und er nicht vom Hund gefressen wird. Der Kreislauf wird somit unterbrochen.

Epidemiologie

In der Schweiz ist vor allem die Infektion mit Rinder- oder Fuchsbandwurm verbreitet.

Komplikationen

Anaphylaktischer Schock, wenn die Hydatiden so stark anschwellen, dass es zu Rupturen der Organe kommt.

RisikofaktorenDiagnose

Die Diagnose erfolgt meist sonographisch oder aufgrund eines CT-Befunds.

Nicht-medikamentöse Therapie

Operative Entfernung der Zysten

Medikamentöse Therapie

Antihelminthika:

VorbeugungWissenswertes

Wurmeier sind gegenüber Alkohol und anderen Desinfektionsmitteln resistent und können sehr lange infektiös bleiben.

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (MW) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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