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Gesundheitsinformationen aus dem Internet - gefährlich?

Im Editorial der aktuellen Ausgabe des pharmaJournals (Schweizer Apothekerzeitung, Nr. 15/2010) werden Gesundheits- und Medikamenteninformationen aus dem Internet einseitig als gefährlich dargestellt. Als einer der grössten Anbieter solcher Informationen in der Schweiz ist uns an einer kurzen Richtigstellung gelegen.

Das Internet ist - wie zum Beispiel Zeitungen, Bücher, das Fernsehen, Ärzte und Apotheker - ein Medium und als solches ein Vermittler von Informationen. Die Qualität der Informationen, die es enthält, kann nicht allgemein beurteilt werden. Gesundheitsinformationen im Internet sind miserabel schlecht bis hervorragend gut. Die Qualität hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von den Prozessen, wie die Texte erarbeitet werden, von den Autoren, die sie schreiben, von Interessenskonflikten und von den verwendeten Quellen. Dies gilt für alle Medien - schlechte Gesundheitsinformationen gibt es, seit geschrieben und beraten wird.

Eine Dämonisierung der Gesundheitsinformationen aus dem Internet ist falsch, zumal das Internet längst zur wichtigsten Informationsquelle der Welt geworden ist. Die Frage muss anders gestellt werden: Wie kann qualitativ hochstehende und unabhängige Information möglichst vielen Menschen über das Internet zugänglich gemacht werden? Welche Hilfsmittel können angeboten werden, damit Laien zwischen guter und schlechter Information unterscheiden können? PharmaWiki glaubt, auf diese Fragen einige Antworten gefunden zu haben: Texte auf PharmaWiki werden nur von unabhängigen Fachpersonen basierend auf wissenschaftlichen Quellen geschrieben, sind werbefrei, unterliegen definierten Qualitätsprozessen und werden von Fachpersonen und den Benutzern täglich evaluiert.

Die Zukunft der Gesundheitsinformation ist digital. Bereits heute kann ein Patient online ein Patientendossier eröffnen, die Interaktionen seiner Medikamente überprüfen lassen, Online-Beratung von Fachpersonen erhalten oder eine Hauterkrankung per Digitalfoto diagnostizieren lassen. Viele dieser Services werden gratis angeboten. Wir stehen immer noch am Anfang einer Entwicklung, an deren Ende alle Gesundheitsdienstleistungen, die heute offline von Fachleuten angeboten werden, online verfügbar sein werden.


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Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 30.7.2010