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Formoterol Arzneimittelgruppen Beta2-Sympathomimetika (LABA)

Formoterol ist ein bronchienerweiternder Wirkstoff aus der Gruppe der Beta2-Sympathomimetika zur Vorbeugung und Behandlung von Asthma, Bronchitis und COPD. Die Wirkungen beruhen auf der selektiven Bindung an Beta2-Rezeptoren. Sie treten rasch ein und halten lange, während 12 Stunden an, so dass eine oder zwei Inhalationen pro Tag ausreichen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Zittern und ein fühlbarer Herzschlag.

synonym: Formoterolum, Formoteroli fumaras dihydricus PhEur, Formoterolfumarat-Dihydrat

Produkte

Formoterol ist in Form von Kapseln zur Inhalation (Foradil®) sowie als Pulverinhalator (Oxis®) im Handel. Des Weiteren stehen Kombinationspräparate mit Budesonid zur Verfügung (Symbicort® Turbuhaler, Vannair® Dosieraerosol). Formoterol ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen. In einigen Ländern wird zusätzlich Arformoterol, das reine R,R-Enantiomer, vermarktet (Brovana®). Der Vertrieb des Foradil® HFA Dosieraerosols wurde auf Ende 2015 eingestellt.

Struktur und Eigenschaften

Formoterol (C19H24N2O4, Mr = 344.4 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Formoterolfumarat-Dihydrat vor, ein weisses bis schwach gelbes Pulver, das in Wasser schwer löslich ist. Formoterol ist eine racemische Mischung der S,S- und R,R-Enantiomere. Arformoterol, das R,R-Enantiomer, ist pharmakologisch aktiver.

Wirkungen

Formoterol (ATC R03AC13 ) ist bronchienerweiternd und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf dem selektiven Agonismus an Beta2-Rezeptoren. Sie treten rasch, innert 1-3 Minuten, ein und halten lange, bis zu 12 Stunden, an.

Indikationen

Formoterol wird zur Vorbeugung und Behandlung von Asthma, chronischer Bronchitis und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD eingesetzt.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Formoterol wird zur Langzeitbehandlung morgens und abends oder nur einmal täglich verabreicht. Eine Linderung akuter Beschwerden ist bei einigen Arzneimitteln erlaubt (z.B. Symbicort®).

Kontraindikationen

Formoterol ist bei Überempfindlichkeit, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Thyreotoxikose und bei Patienten mit einer bekannten oder vermuteten Verlängerung des QT-Intervalls kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Wirkstoffe, welche das QT-Intervall verlängern, sollen nur mit Vorsicht mit Formoterol kombiniert werden. Weitere Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Sympathomimetika, MAO-Hemmern, Xanthinderivaten (Theophyllin), Steroiden, Diuretika, Levodopa, Levothyroxin, Oxytoxin und Betablockern möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Zittern (Tremor) und ein fühlbarer Herzschlag (Palpitationen). Gelegentlich können Bronchospasmen, Halsentzündung, Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen, Schwindel, Geschmackstörungen, ein schneller Puls und Ödeme auftreten. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind eine Hypokaliämie, ein erhöhter Blutdruck, Hyperglykämie und eine Verlängerung des QT-Intervalls.

siehe auch

Beta2-Sympathomimetika, Asthma, COPD

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.4.2018 geändert.
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