Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Dopingmittel Arzneimittelgruppen

Dopingmittel sind pharmazeutische Wirkstoffe und Produkte, die von Sportlerinnen und Sportlern zur Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit missbraucht werden. Ihre Effekte sind von den zugeführten Substanzen abhängig. So fördern beispielsweise anabole Steroide den Muskelaufbau, EPO erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen, Amphetamine halten wach und Betablocker sorgen für eine ruhige Hand. Dadurch vermitteln sie einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil. Doping ist unmoralisch und kann aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen schädlich für die Gesundheit sein.

synonym: Doping

Produkte

Als Dopingmittel werden zugelassene Arzneimittel, legale und illegale Rauschmittel, experimentelle Wirkstoffe und illegal hergestellte und gehandelte Substanzen verwendet. Das Doping umfasst neben den Dopingsmitteln auch nicht-medikamentöse Dopingmethoden, wie beispielsweise das Blutdoping.

Wirkungen

Dopingmittel unterscheiden sich in ihren pharmakologischen Aktivitäten. So putschen beispielsweise die Stimulanzien auf und erhöhen so die Wachheit und die Aggressivität für den Wettkampf. Demgegenüber sorgen Betablocker für eine ruhige Hand, die etwa beim Sportschiessen erforderlich ist. Anabole Steroide fördern den Muskelaufbau und den Fettabbau. Opioide sind schmerzlindernd und dämpfend und EPO stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark und verbessert die Sauerstofftransportkapazität. Maskierungsmittel wie die Diuretika verschleiern den Dopingmittelmissbrauch, indem sie ihre Ausscheidung erhöhen. Wie stark Dopingmittel sportliche Leistungen tatsächlich zu verbessern mögen, ist übrigens umstritten.

Missbrauch

Für die illegale Leistungssteigerung im Amateur- und Profisport.

Dosierung

Für die Verabreichung kommen grundsätzlich die verschiedenen → Applikationsarten zur Anwendung. Dopingmittel können beispielsweise eingenommen, gespritzt, inhaliert oder transdermal gegeben werden. Sie werden bei Bedarf, vor oder während des Wettkampfs, regelmässig oder in Therapiezyklen verabreicht.

Wirkstoffe

Im Folgenden ist eine unvollständige Auswahl von Dopingmitteln dargestellt. Die aktuelle und für die Schweiz gültige Dopingliste findet sich bei der Stiftung Antidoping Schweiz (https://www.antidoping.ch ). Diese beruht auf der international gültigen Liste der Welt-Anti-Doping-Agentur, welche jährlich aktualisiert wird (World Anti-Doping Agency, WADA, https://www.wada-ama.org ).

Welche Stoffe verboten sind, ist auch von der Sportart, von der Dosis, von Krankheiten (z.B. Beta2-Sympathomimetika bei Asthma) und davon abhängig, ob sich der Sportler in der Trainingsphase oder im Wettkampf befindet. So sind beispielsweise die meisten Stimulanzien und Narkotika nur während des Wettkampfs verboten. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass Wirkstoffe mit einer langen Halbwertszeit noch während Tagen oder Wochen nachweisbar sind. Dies trifft beispielsweise auf Cannabis zu.

Alkohole:

Anabole Steroide (Anabolika):

Aromatasehemmer:

Betablocker:

Beta2-Sympathomimetika:

Blutprodukte:

Cannabinoide:

Diuretika (Maskierungsmittel):

Epoetine:

Gendoping:

Glucocorticoide:

Hormone:

Infusionen:

Opioide:

SERM:

Stoffwechsel-Modulatoren:

Stimulanzien:

NICHT verboten sind beispielsweise Coffein, Nicotin oder Ammoniak.

Doping und Arzneimitteltherapie

Trotz der zahlreichen verbotenen Dopingmittel und -methoden muss es Sportlerinnen und Sportlern möglich sein, im Falle einer Erkrankung oder Verletzung Medikamente zu verwenden. Deshalb publiziert die Stiftung Antidoping Schweiz eine Auswahl von zulässigen und dopingfreien Medikamenten, die „Liste der erlaubten Arzneimittel“.

Bei der Abgabe von Medikamenten an Sportlerinnen und Sportler muss sichergestellt werden, dass in den Präparaten keine kritischen Substanzen enthalten sind. Dazu steht eine Datenbank der Stiftung Antidoping Schweiz, eine App und ein telefonischer Auskunftsdienst zur Verfügung. Vorsicht, ausländische Medikamente mit demselben Namen können unter Umständen andere Wirkstoffe enthalten. Es sollen qualitativ hochwertige Arzneimittel ohne mögliche Verunreinigungen verwendet werden.

Auch scheinbar harmlose und rezeptfreie Medikamente wie beispielsweise Erkältungs- und Hustenmittel können Dopingmittel enthalten. Ein weiteres Beispiel ist Gly-Coramin® mit dem Wirkstoff Nicethamid. Dies gilt auch für pflanzliche Mittel (z.B. mit Ephedrin) und sogar für Homöopathika (evt. Spuren von Strychnin in Nux Vomica).

Vorsicht ist auch bei den sogenannten Supplementen geboten, da diese unter Umständen mit Dopingmitteln verunreinigt sein können – etwa mit Ephedrin, Sibutramin oder sogar mit anabolen Steroiden. Dies triff vor allem auf Produkte minderer Qualität zu.

Unerwünschte Wirkungen

Viele der dargestellten Wirkstoffe können schwere und sogar lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen verursachen. Bei illegal hergestellten Mitteln besteht zusätzlich das Problem von Verunreinigungen. Auch ist nicht garantiert, dass sie tatsächlich den richtigen Wirkstoff in der angegeben Dosis enthalten.

Auch legales Doping mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen und anderen NSAR kann zahlreiche Nebenwirkungen auslösen. Die Tatsache, dass ein Medikament nicht in der Dopingliste enthalten ist, bedeutet nicht, dass es gut verträglich ist.

siehe auch

Smart Drugs („Hirndoping“)

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Es wurden keine Artikel oder Produkte gefunden.
PharmaWiki mit Google durchsuchen.

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2019 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.7.2018 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen