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Diazepam Arzneimittelgruppen Benzodiazepine

Diazepam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine mit beruhigenden, angstlösenden, muskelentspannenden und antiepileptischen Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an den GABAA-Rezeptor im zentralen Nervensystem. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Benommenheit und Muskelschwäche. Eine langandauernde Anwendung von Diazepam kann abhängig machen.

synonyme: Diazepamum PhEur, Valium®

Produkte

Diazepam ist in Form von Tabletten, Tropfen, als Injektionslösung und Klistier im Handel (Valium®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1962 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Diazepam (C16H13ClN2O, Mr = 284.7 g/mol) ist ein lipophiles Benzodiazepin. Es liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser sehr schwer löslich ist.

Wirkungen

Diazepam (ATC N05BA01 ) hat angstlösende, muskelentspannende, antikonvulsive, beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an GABAA-Rezeptoren, was zu einer Verstärkung der GABAergen Hemmung führt.

Indikationen

Zu den Anwendungsgebieten gehören:

Missbrauch

Diazepam kann wie alle Benzodiazepine als dämpfendes Rauschmittel missbraucht werden.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Aufgrund des hohen Abhängigkeitspotentials soll die Behandlungsdauer so kurz und die Dosis so tief wie möglich gehalten werden. Da beim Absetzen Entzungssymptome auftreten können, muss die Dosis schrittweise reduziert werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Diazepam wird von CYP3A und CYP2C19 durch N-Demethylierung und Hydroxylierung zu den aktiven Metaboliten N-Desmethyldiazepam, 3-Hydroxydiazepam (Tenazepam) und Oxazepam abgebaut. Inhibitoren von CYP3A oder CYP2C19 wie Cimetidin, Ketoconazol, Fluvoxamin, Topiramat, Fluoxetin und Omeprazol können die Wirkung von Diazepam verstärken und verlängern.

Zentral dämpfende Arzneimittel und Substanzen wie Neuroleptika, Anxiolytika, Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Schlafmittel, Antikonvulsiva, Betäubungsmittel, Anästhetika, sedierende Antihistaminika sowie Akohol können die Effekte und unerwünschten Wirkugen von Diazepam verstärken sollen deshalb nicht zusammen angewendet werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten auftretenden unerwünschten Wirkungen sind Müdigkeit, Benommenheit und Muskelschwäche. Sie treten meist zu Beginn der Behandlung auf und verschwinden im Verlauf der Therapie wieder. Muskelschwäche stellt vor allem für ältere Patienten ein erhöhtes Risiko für Stürze und Knochenbrüche dar.

Ferner können Schwindel, Atemdepression, Herzversagen, Hautausschläge, Sprech- und Bewegungsstörungen, Unempfindlichkeit, Verlangsamung der motorischen Abläufe und Doppelsehen auftreten.

siehe auch

Benzodiazepine

LiteraturAutor und Review

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor (SG) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Interne Review: AV

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 5.10.2017 geändert.
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