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Cladribin Arzneimittelgruppen Zytostatika

Cladribin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Zytostatika, der in Form von Tabletten für die Behandlung der multiplen Sklerose eingesetzt wird. Es ist ein Analogon von Deoxyadenosin und ein Prodrug, das vor allem in Lymphozyten aktiviert wird und zum Zelltod führt. Die Therapie besteht aus zwei Zyklen, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren durchgeführt werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen mit Herpesviren, eine Lymphopenie, Hautausschlag und Haarausfall.

synonym: Cladribinum, 2-CdA

Produkte

Für die Behandlung der multiplen Sklerose wurde Cladribin in der EU im Jahr 2017 in Form von Tabletten zugelassen (Mavenclad®).

Als Zytostatikum ist es in der Schweiz seit 1998 als Infusions- und Injektionslösung im Handel (Litak®). Dieser Artikel bezieht sich auf die MS-Therapie.

Struktur und Eigenschaften

Cladribin (C10H12ClN5O3, Mr = 285.7 g/mol) ist ein 2-Chlorderivat von 2'-Deoxyadenosin. Die Chlorierung schützt den Wirkstoff vor dem metabolischen Abbau.

Wirkungen

Cladribin (ATC L01BB04 ) hat zytotoxische Eigenschaften. Es ist ein Prodrug, das in den Zellen zum aktiven Triphosphat Cd-ATP phosphoryliert wird. Diese Aktivierung findet vor allem in Lymphozyten (B- und T-Zellen) statt. Die Effekte beruhen auf der Integration in die DNA, was die DNA-Synthese hemmt und zum Zelltod führt.

Indikationen

Für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit der hochaktiven, rezidivierenden multiplen Sklerose.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Therapie besteht aus zwei Zyklen, die sich über zwei aufeinanderfolgende Jahre erstrecken. Andere Arzneimittel sollen in einem zeitlichen Abstand von mindestens drei Stunden eingenommen werden. Die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten.

Die genauen Anweisungen sind der Fachinformation zu entnehmen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen mit Herpesviren, eine Lymphopenie, Hautausschlag und Haarausfall.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.3.2018 geändert.
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