Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Almotriptan Arzneimittelgruppen Triptane

Almotriptan ist ein gefässverengender Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane zur Akutbehandlung der Migräne. Die Effekte beruhen auf dem Agonismus an Serotonin-5-HT1-Rezeptoren. Bei der Behandlung speziell beachtet werden müssen die tiefe maximale Tagesdosis, das Dosierungsintervall und die möglichen Risiken der Gefässverengung. Almotriptan ist nicht zur Vorbeugung der Anfälle geeignet. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen.

synonym: Almotriptanum, Almotriptani d,l-hydrogenomalas, Almotriptanhydrogenmalat, Almotriptanmalat, Axert®

Produkte

Almotriptan ist in Form von Filmtabletten im Handel (Almogran®, 12.5 mg). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2004 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Almotriptan (C17H25N3O2S, Mr = 335.5 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Almotriptan-D,L-hydrogenmalat vor, ein weisses bis leicht gelbliches, kristallines Pulver, das in Wasser löslich ist.

Wirkungen

Almotriptan (ATC N02CC05 ) hat gefässverengende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Es ist ein selektiver Agonist von Serotonin-5-HT1B- und 5-HT1D-Rezeptoren und hat eine kurze Halbwertszeit von etwa 3-4 Stunden.

Indikationen

Für die akute Behandlung einer Migräne.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Almotriptan wird unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen, sobald ein Migränekopfschmerz auftritt. Speziell beachtet werden müssen die tiefen Maximaldosen, das Dosierungsintervall und die Risiken der Gefässverengung.

Kontraindikationen

Almotriptan ist bei Überempfindlichkeit, schwerer Leberfunktionsstörung, bestimmten Herz-Kreislauf- und Gefässerkrankungen kontraindiziert. Es darf nicht zusammen mit Ergotamin, Ergotaminderivaten und anderen 5-HT1B/1D-Agonisten (Triptane) angewandt werden, weil mit einer Verstärkung der unerwünschten Wirkung zu rechnen ist. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

In Kombination mit anderen serotonergen Substanzen kann sich selten ein Serotoninsyndrom entwickeln. Almotriptan wird von der MAO-A sowie von CYP3A4 und CYP2D6 metabolisiert. Entsprechende Wechselwirkungen sind möglich. So führt der starke CYP3A-Hemmer Ketoconazol zu einem starken Anstieg der Plasmakonzentrationen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Gelegentlich werden beobachtet: Engegefühl im Hals, Mundtrockenheit, Durchfall, Muskel- und Knochenschmerzen, Schwäche, Brustschmerzen, Parästhesien, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche und Herzklopfen.

siehe auch

Triptane

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.12.2017 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen