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Aciclovir-Lippencreme Arzneimittelgruppen Nukleosid-Analoga

Aciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga, der in Form von Lippencremes zur lokalen Behandlung von Fieberbläschen eingesetzt wird. Die Behandlung wird bei den ersten Anzeichen so früh wie möglich begonnen und die Creme muss fünfmal täglich aufgetragen werden. Die Hände sollen vor und nach der Verabreichung gut gewaschen werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie Rötungen und Brennen. Die Lippencremes dürfen nicht im Genitalbereich und in den Augen angewandt werden.

synonym: Aciclovir-Lippensalbe, Aciclovir-Lippenherpescreme

Produkte

Lippencremes mit Aciclovir sind in der Schweiz seit dem Jahr 1997 zugelassen (Zovirax® Lip Creme, Generika).

Struktur und Eigenschaften

Aciclovir (C8H11N5O3, Mr = 225.2 g/mol) liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser schwer löslich ist. Es mimikriert 2'-Deoxyguanosin.

Wirkungen

Aciclovir (ATC D06BB03 ) ist antiviral gegen Herpes-simplex-Viren. Es ist ein Prodrug, das in von Viren infizierten Zellen von der viralen Thymidinkinase und anschliessend von zellulären Kinasen zu Aciclovirtriphosphat umgewandelt wird. Aciclovirtriphosphat wird von der viralen Polymerase als falsches Substrat bei der DNA-Synthese verwendet. Dies führt zu einem Kettenabbruch bei der Nukleinsäurebildung.

Indikationen

Zur Behandlung von Fieberbläschen der Lippen und des angrenzenden Gesichtsbereichs.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Creme soll so früh wie möglich bei den ersten Anzeichen der Fieberbläschen aufgetragen werden. Sie wird fünfmal täglich, alle vier Stunden, verabreicht. Aus hygienischen Gründen sollten die Hände vor und nach der Verabreichung gut gewaschen werden. Die übliche Behandlungsdauer liegt bei vier Tagen und kann auf maximal zehn Tage verlängert werden.

Kontraindikationen

Die Creme ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Sie soll nicht auf Schleimhäuten, am Auge und im Genitaltrakt verwendet werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bei einer lokalen Anwendung ist nicht mit systemischen Arzneimittel-Wechselwirkungen zu rechnen. Andere Fieberblasencremes sollen nicht zum selben Zeitpunkt aufgetragen werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie trockene Haut, Rötungen, Juckreiz, Brennen, Überempfindlichkeitsreaktionen und Kontaktdermatitis.

siehe auch

Fieberbläschen, Aciclovir, Penciclovir

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.8.2015 geändert.
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