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Zopiclon Arzneimittelgruppen Schlafmittel Cyclopyrrolone

Zopiclon ist ein schlaffördernder und dämpfender Wirkstoff aus der Gruppe der Z-Drugs zur Behandlung von Schlafstörungen. Die Effekte beruhen auf der Bindung an den GABAA-Rezeptor. Die Tabletten werden unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen und des Abhängigkeitspotentials soll das Arzneimittel nur kurzfristig und zurückhaltend verabreicht werden. Zopiclon wird von CYP3A4 metabolisiert. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Verdauungsbeschwerden, psychische Störungen, Abhängigkeit und Entzugserscheinungen.

synonym: Zopiclonum PhEur

Produkte

Zopiclon ist in Form von Tabletten im Handel (Imovane®). Es ist in der Schweiz seit 1993 zugelassen. In den USA ist auch das reine S-Enantiomer Eszopiclon erhältlich (Lunesta®).

Struktur und Eigenschaften

Zopiclon (C17H17ClN6O3, Mr = 388.8 g/mol) ist ein Racemat und gehört zu den Cyclopyrrolonen. Es liegt als weisses bis schwach gelbliches Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Zopiclon hat einen bitteren Geschmack.

Wirkungen

Zopiclon (ATC N05CF01 ) hat schlaffördernde, dämpfende, antikonvulsive und muskelentspannende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen wie bei den Benzodiazepinen auf der Bindung an den GABAA-Rezeptor, obwohl Zopiclon keine offensichtlichen strukturellen Ähnlichkeiten mit dieser Wirkstoffgruppe hat. Zopiclon hat im Unterschied zu den anderen Z-Drugs eine relativ lange Halbwertszeit von 5 Stunden.

Indikationen

Zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen. Zopiclon soll nur bei schweren Beschwerden eingesetzt werden.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Die Tabletten werden unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen. Zopiclon soll nicht plötzlich abgesetzt werden, da es sonst zu Entzugserscheinungen kommen kann.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zopiclon wird von CYP3A4 metabolisiert. Auch CYP2C8 scheint beteiligt zu sein. CYP3A4-Hemmer können zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration führen. Induktoren reduzieren die Wirksamkeit. Zentral dämpfende Arzneimittel wie Opioide, Antidepressiva, Neuroleptika, Schlafmittel, angstlösende Mittel, Beruhigungsmittel, Antiepileptika, ältere Antihistaminika und Alkohol können die unerwünschten Wirkungen verstärken.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigste unerwünschte Wirkung ist ein bitterer Geschmack nach der Einnahme. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Mundtrockenheit, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit beim Erwachen, Benommenheit, Verwirrtheit, anterograde Amnesie, Schlafwandeln, Erregung, Koordinationsstörungen, zentrale Störungen wie Halluzinationen, Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen. Nach dem Absetzen kann es zu Entzugserscheinungen und Schlafstörungen („rebound insomnia“) kommen.

siehe auch

Eszopiclon, Benzodiazepine, Z-Drugs

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.12.2017 geändert.
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