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Xylometazolin Arzneimittelgruppen Abschwellende Nasensprays

Xylometazolin ist ein gefässverengender und abschwellender Wirkstoff aus der Gruppe der Sympathomimetika, der in Form von Nasenmitteln hauptsächlich zur Behandlung eines Erkältungsschnupfens eingesetzt wird. Die übliche Dosierung für Erwachsene liegt bei 3 bis 4 Anwendungen pro Tag. Die Therapiedauer soll 5 bis 7 Tage nicht überschreiten, weil eine vom Medikament ausgelöste Schwellung der Nasenschleimhaut auftreten kann (Rhinitis medicamentosa). Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Brennen im Nasenraum, eine trockene Nase, Nasenbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit.

synonym: Xylometazolinum, Xylometazolini hydrochloridum PhEur, Xylometazolinhydrochlorid, Xylo

Produkte

Xylometazolin ist in Form von Nasensprays und als Nasentropfen im Handel (Otrivin®, Generika, Kombinationspräparate). Es wurde bei Ciba entwickelt und ist in der Schweiz bereits seit dem Jahr 1958 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Xylometazolin liegt in Arzneimitteln als Xylometazolinhydrochlorid vor (C16H24N2 · HCl, Mr = 280.8 g/mol), ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser leicht löslich ist. Es gehört strukturell zu den Benzylimidazolinen.

Wirkungen

Xylometazolin (ATC R01AA07 ) hat sympathomimetische Eigenschaften. Es führt zu einer Gefässverengung und einem Abschwellen der Schleimhaut. Die Effekte beruhen auf dem Agonismus an α-Adrenozeptoren. Xylometazolin erleichtert die Nasenatmung und stoppt übermässige Sekretionen. Die Wirkung tritt schnell ein und hält bis zu 12 Stunden an.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die übliche Dosierung für Erwachsene liegt bei 3 bis 4 Anwendungen pro Tag. Die Nasenmittel sollen nicht länger als maximal 5 bis 7 Tage verwendet werden, weil sich eine Rhinitis medicamentosa entwickeln kann. Mittel ohne Konservierungsmittel sollen bevorzugt werden. Kleinkinder zwischen 1 bis 2 Jahren sollen nur auf ärztliche Verordnung mit Xylometazolin behandelt werden.

→ Siehe auch unter Verabreichen von Nasensprays.

Missbrauch

Weil die Nase andauernd verstopft ist, führt eine Rhinitis medicamentosa zu einem chronischen und überdosierten Gebrauch von Xylometazolin. Die Patientinnen und Patienten sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine Behandlung möglich ist. Im Sport sind die Nasenmittel erlaubt. Gemäss der Dopingliste existieren keine Beschränkungen im oder ausserhalb eines Wettkampfs.

Kontraindikationen

Xylometazolin darf nicht bei einer Überempfindlichkeit, nach chirurgischen Eingriffen, bei denen die Dura mater freigelegt ist, bei trockener Nasenschleimhaut oder bei einem Engwinkelglaukom verabreicht werden. Eine Anwendung bei Säuglingen (< 1 Jahr) und während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Xylometazolin soll nur mit Vorsicht eingesetzt werden bei:

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bei einer normalen Dosierung sollen die Arzneimittel-Wechselwirkungen gemäss den Fachinformationen vernachlässigbar sein. Bei einer Überdosierung sind unter anderem Interaktionen mit Monoaminooxidase-Hemmern, Sympathomimetika, blutdruckwirksamen Mitteln und Antidepressiva zu erwarten.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Brennen im Nasenraum, eine trockene Nase, Nasenbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit. Bei längerer Anwendung kommt es zu einer Schwellung der Nasenschleimhaut (siehe unter Rhinitis medicamentosa).

siehe auch

Abschwellende Nasensprays, Rhinitis medicamentosa, Carbocistein, Oxymetazolin, Verabreichen von Nasensprays

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.3.2016 geändert.
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