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Xipamid Arzneimittelgruppen Diuretika

Xipamid ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Diuretika mit harntreibenden und blutdrucksenkenden Eigenschaften. Es wird zur Behandlung von Bluthochdruck und Wasseransammlungen im Körper (Ödemen) eingesetzt. Die Tabletten werden üblicherweise einmal täglich morgens nach dem Frühstück eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem zentrale Störungen, Verdauungsbeschwerden und Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Xipamid wird auch als Maskierungsmittel für Dopingmittel im Leistungssport missbraucht.

synonym: Xipamidum

Produkte

Xipamid ist in der Schweiz derzeit nicht registriert und nicht im Handel. In Deutschland und Österreich ist es in Form von Tabletten erhältlich (Aquaphor®, Aquaphoril®, Generika).

Struktur und Eigenschaften

Xipamid (C15H15ClN2O4S, Mr = 354.8 g/mol) hat eine Sulfonamidstruktur und ist strukturell mit den Thiaziden verwandt, wirkt aber von der Blutseite her. Es liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Xipamid (ATC C03BA10 ) hat diuretische und blutdrucksenkende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der Natriumchlorid-Rückresorption im distalen Tubulus des Nephrons. Dadurch wird auch die Ausscheidung von Wasser, Kalium, Bicarbonat, Calcium und Magnesium begünstigt.

Indikationen

Zur Behandlung von Bluthochdruck und Wasseransammlungen im Körper (Ödemen).

Missbrauch

Xipamid wird als Maskierungsmittel im Leistungssport verwendet. Es soll die Ausscheidung von Dopingmitteln fördern und deren Nachweis erschweren. Maskierungsmittel wie die Diuretika sind gemäss der Dopingliste verboten. Der Radprofi Fränk Schleck wurde an der Tour de France 2012 positiv auf das Mittel getestet.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden üblicherweise einmal täglich morgens nach dem Frühstück eingenommen. Die Tagesdosis liegt zwischen 10 bis maximal 80 mg.

Kontraindikationen

Xipamid ist bei Überempfindlichkeit, Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Thiazide, bei schweren Leberfunktionsstörungen, therapieresistenter Hypokaliämie, schwerer Hyponatriämie, Hyperkalzämie, Hypovolämie, Gicht, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Schwitzen, Antriebsarmut, Lethargie, Angst, Agitiertheit, Herzklopfen, tiefer Blutdruck, Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung, Muskelkrämpfe und Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypocalcämie, Hypomagnesiämie, metabolische Alkalose, Hypovolämie und Dehydratation).

siehe auch

Diuretika, Hydrochlorothiazid, Maskierungsmittel

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.11.2014 geändert.
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