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Verhütungspflaster Arzneimittelgruppen Verhütungsmittel

Ein Verhütungspflaster ist ein transdermales Pflaster, das ein Östrogen und ein Gestagen enthält und für die hormonelle Empfängnisverhütung bei Frauen eingesetzt wird. Das Pflaster wird an drei aufeinanderfolgenden Wochen auf die Haut geklebt und gibt die Wirkstoffe kontinuierlich über die Haut in den Blutkreislauf ab. Ein Pflaster verbleibt jeweils für sieben Tage auf der Haut. Nach den drei Wochen erfolgt eine Anwendungspause von einer Woche. Die Effekte beruhen in erster Linie auf der Hemmung des Eisprungs. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen an der Verabreichungsstelle. Sehr selten sind wie bei der Pille schwere Nebenwirkungen möglich.

synonym: Pille zum Kleben, Transdermale Empfängnisverhütung, Antibaby-Pflaster

Produkte

In der Schweiz sind derzeit zwei Verhütungspflaster im Handel. Es handelt sich um transdermale Pflaster:

Im Unterschied zum Evra®-Pflaster (20 cm2) ist der neue Lisvy®-Patch kleiner (11 cm2) und durchsichtig statt hautfarben. Die Anwendung von Lisvy® ist also diskreter.

Struktur und Eigenschaften

Bei Norelgestromin und Gestoden handelt es sich um Gestagene. Ethinylestradiol ist ein Östrogen, das von Estradiol abgeleitet ist.

Wirkungen

Die Kombination der beiden Wirkstoffe hat empfängnisverhütende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen in erster Linie auf der Hemmung des Eisprungs. Auch die Verdickung des Zervikalsekrets, der Hemmung der Einnistung des Eis sowie der Veränderung der Eileiterbewegungen sind an den Effekten beteiligt. Das Pflaster gibt die Wirkstoffe kontinuierlich über die Haut in den Blutkreislauf ab.

Indikationen

Zur hormonellen Empfängnisverhütung.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Pflaster wird an drei aufeinanderfolgenden Wochen getragen. Ein Pflaster wird jeweils für sieben Tage aufgeklebt. Nach den drei Wochen folgt eine Woche Pause, bevor erneut mit der Verabreichung begonnen wird. Die Anweisungen in der Packungsbeilage sind genau zu beachten. Siehe auch unter Verabreichen von TTS.

Kontraindikationen

Bei der Anwendung hormonaler Kontrazeptiva sind zahlreiche Vorsichtsmassnahmen zu beachten. Die vollständigen Angaben finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die Wirkstoffe werden wie andere Steroide von CYP3A4 metabolisiert. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Induktoren und -Inhibitoren sind möglich. Induktoren können die empfängnisverhütende Wirksamkeit reduzieren und zu einer ungeplanten Schwangerschaft führen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:

Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen wie venöse thromboembolische Ereignisse, arterielle Thrombosen, ein Herzinfarkt, Lebertumore, Brustkrebs und Zervixkrebs möglich.

siehe auch

Verhütungsmittel, Verhütungsring

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.6.2016 geändert.
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