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Vandetanib Arzneimittelgruppen Kinasehemmer

Vandetanib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer mit antitumoralen und antiangiogenetischen Eigenschaften, der zur Behandlung des fortschreitenden medullären Schilddrüsenkarzinoms eingesetzt wird. Das Arzneimittel wird einmal täglich zur selben Tageszeit und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Es ist ein guter Sonnenschutz notwendig, weil Vandetanib die Haut für UV-Strahlen empfindlicher macht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Hautausschlag, Durchfall, Erschöpfung, Gewichtsabnahme, Hypertonie, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und verminderter Appetit. Vandetanib verlängert das QT-Intervall.

synonym: Vandetanibum, ZD6474

Produkte

Vandetanib ist in Form von Filmtabletten im Handel (Caprelsa®). Es wurde in der EU im Jahr 2011 zugelassen. In der Schweiz wurde es im Mai 2012 registriert.

Struktur und Eigenschaften

Vandetanib (C22H24BrFN4O2, Mr = 475.4 g/mol) ist ein Chinazolinamin- und Piperidinderivat, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Vandetanib (ATC L01XE12 ) ist ein Tyrosinkinasehemmer mit antitumoralen, antiproliferativen und antiangiogenetischen Eigenschaften. Zu den gehemmten Kinasen gehören VEGFR, EGFR und RET.

Indikationen

Zur Behandlung von Patienten mit nicht-resezierbarem, schnell fortschreitendem und symptomatischem, metastasiertem medullärem Schilddrüsenkarzinom.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Vandetanib wird einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten und immer zur gleichen Tageszeit eingenommen. Es hat eine lange Halbwertszeit von 19 Tagen. Während der Behandlung muss die Haut vor der Sonne geschützt werden, weil Vandetanib photosensibilisierende Eigenschaften hat.

Kontraindikationen

Vandetanib ist bei Überempfindlichkeit, beim kongenitalen Long-QT-Syndrom, schwerer Niereninsuffizienz und während der Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Vandetanib ist ein Substrat von CYP3A4 und ein leichter Induktor von CYP450 sowie ein Inhibitor von OATP1B1, OATP1B3, P-gp, OCT1 und OCT2. CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin können die Bioverfügbarkeit von Vandetanib in einem relevanten Ausmass reduzieren. Vandetanib verlängert das QT-Intervall und sollte nicht mit anderen Arzneimitteln verabreicht werden, welche das QT-Intervall ebenfalls verlängern.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Hautausschlag, Hautreaktionen, Photosensibilität, Verdauungsstörungen wie Durchfall und Erbrechen, Erschöpfung, Schwäche, Kraftlosigkeit, Gewichtsabnahme, Hypertonie, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verlängerung des QT-Intervalls, verminderter Appetit und Hypokalzämie.

siehe auch

Cabozantinib

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.4.2017 geändert.
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