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Trypanosomiasis Indikationen

Die afrikanische Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) ist eine parasitäre Erkrankung, die vom Einzeller Trypanosoma brucei verursacht wird. Die Protozoen werden beim Biss von einer infizierten Tsetsefliege übertragen und breiten sich zunächst im Blut und im lymphatischen System und später im zentralen Nervensystem aus. Die Erkrankung nimmt unbehandelt in den meisten Fällen einen tödlichen Ausgang. Zur Therapie stehen verschiedene ältere Medikamente zur Verfügung, die teilweise toxisch sind und in der Regel nur parenteral verabreicht werden können. Neue Wirkstoffe sind in klinischer Entwicklung. Die Schlafkrankheit kommt ausschliesslich in Afrika südlich der Sahara vor.

synonym: Afrikanische Trypanosomiasis, Schlafkrankheit, Trypanosomen, HAT

Symptome

Zu den möglichen Beschwerden der afrikanischen Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) gehören im ersten Stadium:

Im ersten Stadium befinden sich die Trypanosomen im Blut und im lymphatischen System. Im zweiten Stadium können die Parasiten nach Wochen bis Jahren in das zentrale Nervensystem vordringen. Die Symptome sind dann schwerwiegender:

Unbehandelt nimmt die Erkrankung in Regel einen tödlichen Ausgang.

Ursachen

Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit Trypanosomen (Trypanosoma brucei). Dabei handelt es sich um Einzeller (Protozoen), die beim Biss von einer infizierten Tsetsefliege übertragen werden. Die Erkrankung tritt in verschiedenen afrikanischen Ländern südlich der Sahara auf. In anderen Ländern kommt sie nicht vor, wird aber bei Reisenden beobachtet, die aus ländlichen Gebieten in Afrika zurückkehren. Als Wirte kommen Menschen und Tiere infrage. Es wird unterschieden zwischen:

Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Patientengeschichte, des klinischen Bildes und mit Labormethoden gestellt.

Medikamentöse Behandlung

Die Schlafkrankheit zählt zu den vernachlässigten Krankheiten (neglected diseases). Die klassischen Arzneimittel zur Therapie der Trypanosomiasis wurden vor vielen Jahrzehnten entwickelt - die ersten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Wirkstoffe sind toxisch und können mit Ausnahme von Nifurtimox nur parenteral verabreicht werden. Bei Melarsoprol handelt es sich gar um eine organische Arsenverbindung (!), die besonders schlecht verträglich ist.

1 Stadium:

2. Stadium:

Mittlerweile wird jedoch an neureren, peroral verfügbaren und atoxischen Medikamente geforscht, beispielsweise unterstützt von der Gates Foundation.

Vorbeugung

Biss von Tsetsefliegen vermeiden:

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.7.2014 geändert.
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