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Triptorelin Arzneimittelgruppen GnRH-Analoge

Triptorelin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der GnRH-Analoge zur Behandlung eines Prostatakarzinoms, einer Endometriose, zur Downregulation im Rahmen der Reproduktionsmedizin und zur Reduktion der Testosteronspiegel auf Kastrationsniveau bei erwachsenen Männern mit sexuellen Devianzen. Es handelt sich um ein GnRH-Derivat, das sich in einer Aminosäure von GnRH unterscheidet und dadurch stärker wirksam ist. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Hitzewallungen, Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, ein Libidoverlust, emotionale Störungen, Schmierblutungen und eine Scheidentrockenheit.

synonym: Triptorelinum, Triptorelini pamoas hydricus, Triptorelini acetas hydricus

Produkte

Triptorelin ist als Injektionspräparat im Handel (Decapeptyl®, Pamorelin® LA, Salvacyl®). Es ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Triptorelin ist ein stärker wirksames Derivat des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH), das in Arzneimitteln unter anderem als Triptorelinpamoat-Hydrat oder Triptorelinacetat-Hydrat vorliegt. An Position 6 wurde die Aminosäure Glycin durch D-Tryptophan ausgetauscht. Es handelt sich um ein Dekapeptid.

Wirkungen

Triptorelin (ATC L02AE04 ) ist ein GnRH-Agonist. Es stimuliert bei einer kurzfristigen Verabreichung die Sekretion von LH und FSH aus der Hypophyse. Bei einer langfristigen Behandlung von zwei bis vier Wochen sinken die Spiegel von LH, FSH, Testosteron, Östrogenen und Progesteron ab.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation.

Kontraindikationen

Triptorelin ist bei einer Überempfindlichkeit, bei hormonunabhängigen Tumoren, nach einer chirurgischen Kastration, Rückenmarkskompression verursacht durch Metastasen des Prostatakarzinoms und bei ungeklärten vaginalen Blutungen kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Wirkstoffen möglich, welche ebenfalls die Gonadotropin-Sekretion beeinflussen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Hitzewallungen, Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, ein Libidoverlust, emotionale Störungen, Schmierblutungen und eine Scheidentrockenheit.

siehe auch

GnRH-Analoge

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.7.2013 geändert.
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