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Travoprost Arzneimittelgruppen Antiglaukomatosa Prostaglandin-Analoga

Travoprost ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Prostaglandin-Analoga zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks. Die Wirkungen beruhen auf einer Verstärkung des Kammerwasserabflusses. Die Tropfen werden einmal täglich abends in den Bindehautsack der betroffenen Augen gegeben. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine verstärkte Durchblutung des Auges, lokale Reaktionen am Auge, Veränderungen der Wimpern und der Augenfarbe.

synonym: Travoprostum

Produkte

Travoprost ist in Form von Augentropfen als Monopräparat (Travatan®) und als Fixkombination mit dem Betablocker Timolol im Handel (Duotrav®). Es wurde in der Schweiz im Jahr 2002 zugelassen. Generika wurden erstmals im Jahr 2016 freigegeben und kamen im Jahr 2017 in den Handel.

Struktur und Eigenschaften

Travoprost (C26H35F3O6, Mr = 500.55 g/mol) ist ein Analog von Prostaglandin F2α. Es ist ein Prodrug und wird am Auge von Esterasen durch Spaltung des Isopropylesters zur aktiven Säure umgesetzt. Die Veresterung dient der Permeabilitäserhöhung durch die Cornea. Travoprost liegt als klares, farbloses bis leicht gelbliches Öl vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Travoprost (ATC S01EE04 ) senkt den Augeninnendruck durch eine Erhöhung des Kammerwasserabflusses. Die Wirkungen halten bis zu 24 Stunden an und beruhen auf dem Agonismus am FP-Prostaglandin-Rezeptor.

Indikationen

Zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit okulärer Hypertension oder Offenwinkelglaukom.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tropfen werden einmal täglich abends in den Bindehautsack der betroffenen Augen gegeben. Siehe auch unter Verabreichen von Augentropfen.

Kontraindikationen

Travoprost ist bei Überempfindlichkeit und während der Schwangerschaft kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Mit Timolol und Brimonidin wurden additive Wirkungen festgestellt.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine verstärkte Durchblutung des Auges (rotes Auge, Hyperämie), lokale Reaktionen am Auge wie beispielsweise Augenschmerz, Lichtscheu und Fremdkörpergefühl und eine Verfärbung der Haut um die Augen. Systemische Nebenwirkungen wurden beobachtet. Die Augentropfen können die Wimpern verändern und zu einer Zunahme der Länge, der Dicke, der Pigmentierung und der Anzahl führen. Desweiteren ist auch eine dauerhafte Veränderung der Augenfarbe möglich.

siehe auch

Grüner Star, Prostaglandin-Analoga

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.5.2017 geändert.
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