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Trabectedin Arzneimittelgruppen Zytostatika

Trabectedin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Zytostatika mit antiproliferativen Eigenschaften, der aus einem Meerestier gewonnen und synthetisch hergestellt wird. Es wird zur Behandlung von Weichteilsarkomen eingesetzt und als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Abgeschlagenheit, Schwäche, Appetitmangel, Kopfschmerzen, Blutbildungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung. Trabectedin ist ein Substrat von CYP3A4.

synonym: Trabectedinum, Ecteinascidin-743, ET-743

Produkte

Trabectedin ist als Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats im Handel (Yondelis®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2009 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Trabectedin (C39H43N3O11S, Mr = 761.8 g/mol) ist ein Tetrahydroisochinolin-Alkaloid aus der Seescheide Ecteinascidia turbinata, einem zu den Manteltieren zählenden Meerestier. Der Wirkstoff wird synthetisch hergestellt.

Wirkungen

Trabectedin (ATC L01CX01 ) hat zytostatische und antiproliferative Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an die DNA und einer Störung des Zellzyklus. Trabectedin hat eine lange Halbwertszeit von bis zu 180 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung von Patienten mit Liposarkom und Leiomyosarkom nach Versagen oder Intoleranz von Anthrazyklinen und Ifosfamid.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Trabectedin ist bei einer Überempfindlichkeit, einer Infektion, während der Schwangerschaft und Stillzeit, in Kombination mit Gelbfieber-Impfstoffen, bei einer Niereninsuffizienz und Leberinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Trabectedin ist ein Substrat von CYP3A4 und P-Glykoprotein. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Abgeschlagenheit, Schwäche, Appetitmangel, Kopfschmerzen, Blutbildungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung.

Literatur Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.4.2017 geändert.
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