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Telmisartan Arzneimittelgruppen Sartane

Telmisartan ist ein blutdrucksenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Sartane zur Behandlung von Bluthochdruck und zur Reduktion des Risikos eines Herzinfarkts und Schlaganfalls bei Risikopatienten. Die Wirkungen beruhen auf dem selektiven Antagonismus an AT1-Rezeptoren und der Aufhebung der Effekte von Angiotensin II. Das Arzneimittel wird morgens immer zur gleichen Tageszeit verabreicht und kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem ein tiefer Blutdruck, Hyperkaliämie und Verdauungsstörungen.

synonym: Telmisartanum

Produkte

Telmisartan ist in Form von Tabletten im Handel (Kinzal®, Micardis®, Kinzalplus®, Micardis® Plus + Hydrochlorothiazid, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1998 zugelassen. Generika kamen im Dezember 2013 in den Handel. Im Jahr 2010 wurde eine Fixkombination mit Amlodipin registriert (Micardis® Amlo).

Struktur und Eigenschaften

Telmisartan (C33H30N4O2, Mr = 514.6 g/mol) ist ein Indol-, Carboxybiphenyl- und Benzimidazolderivat. Es liegt als weisses bis gelbliches Pulver vor, das in Wassser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Telmisartan (ATC C09CA07 ) hat blutdrucksenkende Eigenschaften, indem es die physiologischen Effekte von Angiotensin II am AT1-Rezeptor selektiv und kompetitiv aufhebt. Angiotensin II ist ein Peptidhormon, das direkt an der Entstehung des Bluthochdruckes beteiligt ist. Es besitzt eine starke gefässverengende Wirkung und steigert die Aldosteronfreisetzung, was wiederum eine vermehrte Wasser- und Natriumretention bewirkt. Telmisartan ist zudem ein partieller Agonist an PPAR-γ, einem Transkriptionsfaktor, der bei der Regulation des Glucose- und Lipidmetabolismus beteiligt ist.

Indikationen

Zur Behandlung der leichten bis mittelschweren Hypertonie sowie zur Reduktion des Risikos eines Myokardinfarkts und Schlaganfalls bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko und/oder Diabetes mellitus von Typ 2.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Telmisartan wird morgens zur gleichen Tageszeit verabreicht und kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Aufgrund der langen Halbwertszeit von zirka 20 Stunden reicht eine einmal täglich Gabe aus. Die übliche Dosis liegt bei (20)-40-80 mg.

Kontraindikationen

Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören tiefer Blutdruck, Bradykardie, Schwindel, Hyperkaliämie, Schlafstörungen, Atemnot, Verdauungsbeschwerden, Hautausschlag, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen und Nierenbeeinträchtigung.

siehe auch

Sartane

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2017 geändert.
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