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Tafluprost Arzneimittelgruppen Antiglaukomatosa Prostaglandin-Analoga

Tafluprost ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Prostaglandin-Analoga zur Senkung des Augeninnendrucks bei einem Offenwinkelglaukom und erhöhtem Augeninnendruck. Es ist in Form von Augentropfen im Handel, die einmal täglich abends angewandt werden. Im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten sind die Tropfen ohne das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid erhältlich. Tafluprost darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, rote Augen, Veränderungen der Wimpern und eine verstärkte Irispigmentierung.

synonym: Tafluprostum, AFP-168, Tafluprostsäure

Produkte

Tafluprost ist in Form von Augentropfen erhältlich (Saflutan®). Es wurde in der Schweiz im Januar 2010 neu zugelassen. Im Jahr 2016 wurde zusätzlich eine Fixkombination mit Timolol registriert (Taptiqom®).

Struktur und Eigenschaften

Tafluprost (C25H34F2O5, Mr = 452.53 g/mol) ist ein fluoriertes Analog von Prostaglandin F2α (Abbildung). Es ist ein Prodrug und wird am Auge von Esterasen durch Spaltung des Isopropylesters zur aktiven Tafluprostsäure umgesetzt. Die Veresterung dient der Permeabilitäserhöhung durch die Cornea. Tafluprost hat strukturelle Ähnlichkeiten mit den anderen Prostaglandin-Analoga.

Wirkungen

Tafluprost (ATC S01EE05 ) senkt den Augeninnendruck um etwa 30%, indem es den Abfluss der Kammerwasserflüssigkeit erhöht. Es ist ein Agonist am Prostaglandin-Rezeptor und hat eine höhere Affinität als Latanoprost.

Indikationen

Zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension. Tafluprost kann mit einem Betablocker wie Timolol kombiniert werden.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Es wird einmal täglich abends 1 Tropfen in das Auge oder die Augen gegeben. Die Anwendung darf nicht häufiger erfolgen, da sonst die drucksenkende Wirkung abgeschwächt wird. Siehe auch unter Verabreichen von Augentropfen.

Kontraindikationen

Tafluprost ist bei Überempfindlichkeit und während der Schwangerschaft kontraindiziert. Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren oder in der Stillzeit liegen bisher keine ausreichenden Daten vor. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine sichere Methode zur Empfängnisverhütung anwenden, da Tafluprost auf den Fötus schädliche Wirkungen haben kann. Die Patienten sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich die Wimpern und die Irispigmentierung während der Behandlung dauerhaft verändern können. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bisher nicht bekannt. Am Metabolismus zu inaktiven Metaboliten sind keine CYPs beteiligt. Von Latanoprost ist bekannt, dass die gleichzeitige Anwendung von Prostaglandin-Analoga zu einer paradoxen Erhöhung des Augeninnendrucks führen kann.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind mit denen anderer Prostaglandin-Analoga vergleichbar.

Sehr häufig:

Häufig:

siehe auch

Grüner Star, Prostaglandin-Analoga, Bimatoprost, Latanoprost, Travoprost

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zum Hersteller und ist nicht auf Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.12.2016 geändert.
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