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Struma Indikationen

Eine Struma bezeichnet eine Vergrösserung der gesamten Schilddrüse, die meistens durch einen Iodmangel verursacht wird. Die Behandlung erfolgt mit Iodtabletten, Schilddrüsenhormonen oder einer chirurgischen Entfernung der Schilddrüse.

synonym: Schilddrüsenvergrösserung, Kropf

Einteilung

Je nach Art des Wachstums wird zwischen gleichmässigen Vergrösserungen (diffuse Strumen) oder knötchenförmige Vergrösserungen (noduläre Strumen) der Schilddrüse unterschieden. Es existieren drei verschieden Formen von Strumen. Die Einteilung erfolgt nach der Schilddrüsenfunktion:

Symptome

Geringe Vergrösserung:

Starke Vergrösserung:

Verlauf

Die Entstehung einer Struma erfolgt langsam und über viele Jahre. Im Verlauf der Zeit verändert sich die Struktur der Schilddrüse. Am Anfang vergrössert sie sich gleichmässig und fühlt sich weich an. In fortschreitenden Stadien wird sie zunehmend fester und unregelmässiger. Es können sich Knoten in unterschiedlichen Grössen bilden.

Ursachen

Iodmangel:

Entstehung einer Iodmangelstruma

Strumigene Substanzen:

Subakute Thyeoiditis:

Chronische (autoimmune) Thyreoiditis (Thyreoiditis Hashimoto):

Neoplasien:

Schilddrüsenhormonresistenz:

Defekte Schilddrüsenhormonsynthese:

Morbus Basedow

Komplikationen

Bei lange bestehender euthyreoter Struma und damit lange vorhandenem Iodmangel besteht die Gefahr der Entwicklung von heissen (gesteigerte Iodaufnahme) und kalten (verminderte Iodaufnahme) Knoten.

Die Struma kann durch Druck auf andere Halsorgane zu Komplikationen führen: Häufig wird die Luftröhre verengt oder verlagert. Durch Druckeinwirkung auf die Speiseröhre können Schluckbeschwerden eintreten.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt beim Arzt, unter anderem durch Abtasten des Halses und mit Ultraschalldiagnostik.

DifferentialdiagnoseNicht-medikamentöse Therapie

Bei sehr grossen Strumen, welche die Funktion anderer Organe stören:

Medikamentöse Therapie

Bei Kindern und Jugendlichen:

Bei Erwachsenen und Schwangeren:

Um eine thyreotoxische Krise oder eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung zu verhindern, wird bei Erwachsenen eine Kombinationstherapie mit Iod und Levothyroxin empfohlen:

Durch die medikamentöse Therapie lässt sich das Volumen der Schilddrüse innerhalb von 6-12 Monaten um 25- 40% reduzieren.

Prävention

Ausreichende Zufuhr von Iod. Zum Beispiel durch die konsequente Verwendung von iodiertem Kochsalz. Der tägliche Iodbedarf beträgt 150-200 μg, in der Schwangerschaft 230-260 μg.

Beratungshinweise

Achtung: Iod darf keinesfalls bei einem autonomen Knoten verabreicht werden!

In der Schwangerschaft ist die Behandlung einer Iodmangelstruma besonders wichtig. Durch Iodmangel kann es beim ungeborenen Kind zur Hypothyreose mit schweren Entwicklungsstörungen kommen.

Wissenswertes

Aufgrund des Iodmangels in Nahrungsmitteln waren in der Schweiz Strumen früher weit verbreitet. Iod ist ein wichtiger Bestandteil für die Synthese von Schilddrüsenhormonen. Durch eine Grössenzunahme versucht die Schilddrüse den Mangel zu kompensieren. Durch die Einführung von iodiertem Speisesalz ist die Häufigkeit von Struma in der Schweiz drastisch gesunken.

Literatur

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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