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Simoctocog alfa Arzneimittelgruppen Blutgerinnungsfaktoren

Simoctocog alfa ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Blutgerinnungsfaktoren, der zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener Faktor VIII-Mangel) eingesetzt wird. Das Glykoprotein hat eine vergleichbare Sequenz wie der Faktor VIII, enthält aber keine B-Domäne. Im Unterschied zu allen früheren Produkten wird Simoctocog alfa in einer humanen Zelllinie hergestellt und es enthält entsprechende posttranslationale Modifikationen. Das Arzneimittel wird intravenös verabreicht. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Parästhesien, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Rückenschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle und selten allergische Reaktionen.

synonym: Simoctocogum alfa

Produkte

Simoctocog alfa wurde in der EU im Jahr 2014 und in der Schweiz im Jahr 2016 als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung zugelassen (Nuwiq®).

Struktur und Eigenschaften

Simoctocog alfa ist eine Variante des Blutgerinnungsfaktor VIII ohne die B-Domäne des Proteins. Die Sequenz ist vergleichbar mit der 90- und 80-kDa-Form des humanen Faktors VIII. Simoctocog alfa besteht aus 1440 Aminosäuren und wird mit biotechnologischen Methoden hergestellt. Weil das Glykoprotein in einer humanen Zelllinie hergestellt wird, enthält es entsprechende posttranslationale Modifikationen und ist daher weniger immunogen.

Wirkungen

Simoctocog alfa (ATC B02BD02 ) ersetzt den Faktor VIII, der in der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielt und reduziert das Risiko für Blutungen.

Indikationen

Zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener Faktor VIII-Mangel).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenös verabreicht.

Kontraindikationen

Simoctocog alfa ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Es liegen keine Angaben zu Arzneimittel-Wechselwirkungen vor.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Parästhesien, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Rückenschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle und selten allergische Reaktionen.

siehe auch

Blutgerinnungsfaktoren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.12.2016 geändert.
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