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Sertralin Arzneimittelgruppen Antidepressiva SSRI

Sertralin ist ein antidepressiver Wirkstoff aus der Gruppe der SSRI zur Behandlung von Depressionen, Angst-, Zwangs- und Panikstörungen. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der Wiederaufnahme des Neurotransmitters Serotonin in die präsynaptischen Nervenzellen. Das Arzneimittel wird einmal täglich, entweder morgens und abends und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die maximale Wirkung wird nach zwei bis vier Wochen erreicht. Sertralin wird von CYP2D6 und CYP3A4 metabolisiert und hat ein hohes Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Mundtrockenheit und eine Störung der Sexualfunktion beim Mann.

synonym: Sertralinum, Sertralini hydrochloridum PhEur, Sertralinhydrochlorid

Produkte

Sertralin ist in Form von Filmtabletten und als orales Konzentrat im Handel (Zoloft®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1993 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Sertralin (C17H17Cl2N, Mr = 306.2 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Sertralinhydrochlorid vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser schwer löslich ist. Es ist ein Naphthalin-Derivat.

Wirkungen

Sertralin (ATC N06AB06 ) hat antidepressive Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der selektiven Wiederaufnahme von Serotonin in die Präsynapse. Die maximalen Effekte treten üblicherweise innert zwei bis vier Wochen ein.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird aufgrund der langen Halbwertszeit einmal täglich eingenommen. Die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten. Das Absetzen soll ausschleichend erfolgen, um Entzugssymtpome zu vermeiden.

Kontraindikationen

Sertralin ist bei einer Überempfindlichkeit, bei gleichzeitiger Verabreichung von MAO-Hemmern oder Pimozid, instabiler Epilepsie und schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Sertralin hat ein hohes Interaktionspotential. Es wird von CYP2D6 und CYP3A4 metabolisiert und ist ein schwacher Hemmer dieser Isoenzyme. Entsprechende und zahlreiche weitere Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, dünner Stuhl, Mundtrockenheit und eine Störung der Sexualfunktion beim Mann. Sertralin kann bei der Kombination mit serotonergen Arzneimitteln ein Serotoninsyndrom verursachen.

siehe auch

SSRI

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.12.2017 geändert.
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