Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Saquinavir Arzneimittelgruppen HIV-Medikamente HIV-Proteasehemmer

Saquinavir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der HIV-Proteasehemmer zur Behandlung von Infektionen mit dem HI-Virus. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der viralen Protease, welche bei der Virusreifung und -vermehrung eine zentrale Rolle spielt. Die Tabletten werden zweimal täglich zwei Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen. Saquinavir muss fix mit dem pharmakokinetischen Booster Ritonavir kombiniert werden, einem CYP-Hemmer. Saquinavir ist ein Substrat von CYP3A4. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, Erbrechen, Flatulenz und Bauchschmerzen.

synonym: Saquinavirum, Saquinaviri mesilas PhEur, Saquinavirmesilat

Produkte

Saquinavir ist in Form von Filmtabletten im Handel (Invirase®). Es ist in der Schweiz seit 1996 zugelassen (USA: 1995).

Struktur und Eigenschaften

Saquinavir (C38H50N6O5, Mr = 670.8 g/mol) liegt im Arzneimittel als Saquinavirmesilat vor, ein weisses, schwach hygroskopisches Pulver, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Saquinavir (ATC J05AE01 ) hat antivirale Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der HIV-Protease, welche bei der Reifung des Virus und der Virusvermehrung eine zentrale Rolle spielt.

Indikationen

Zur Behandlung einer Infektion mit HIV (antiretrovirale Kombinationstherapie).

Dosierung

Gemäss der Fachinformtion. Die Tabletten werden zweimal täglich zwei Stunden nach einer Mahlzeit verabreicht. Saquinavir muss mit dem pharmakokinetischen Booster Ritonavir kombiniert werden. Ritonavir ist ein CYP-Hemmer und hemmt den Metabolismus von Saquinavir.

Kontraindikationen

Saquinavir ist bei einer Überempfindlichkeit, bei einer schweren Leberinsuffizienz und in Kombination mit bestimmten Arzneimitteln kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Saquinavir ist ein Substrat von CYP3A4. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Substraten, -Inhibitoren und -Induktoren sind möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, Erbrechen, Flatulenz und Bauchschmerzen.

siehe auch

HIV-Proteasehemmer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.3.2014 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen