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SARS Indikationen Infektionskrankheiten

SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) ist eine hochansteckende virale Erkrankung der Atemwege, die sich in grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen äussert. Die Erkrankung führt oft zu einer Lungenentzündung und nimmt vergleichsweise häufig einen tödlichen Ausgang. Verursacht wird die Infektion vom SARS-Coronavirus (SARS-CoV), einem RNA-Virus, das im Jahr 2002 in Südchina neu aufgetreten war und sich rasch weltweit ausgebreitet hatte. Der Ausbruch führte zu 8000 Erkrankten und 774 Todesfällen.

synonym: Severe Acute Respiratory Syndrome, Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom, SARS-Coronavirus, SARS-CoV

Symptome

Die hochansteckende virale Atemwegserkrankung SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) äussert sich in den folgenden Symptomen:

SARS führt in der Regel zu einer Lungenentzündung, zu Atemnot, ARDS und kann weitere Organe wie das Herz und die Leber schädigen. Die Erkrankung nimmt häufig einen tödlichen Ausgang, insbesondere bei älteren Menschen. Im Winter 2002/2003 wurde weltweit über 8000 Erkrankte und 774 Todesfälle berichtet. Das neue Virus hatte sich ausgehend von China rasch auf fünf Kontiente und 33 Länder ausgebreitet, darunter zum Beispiel Vietnam, Singapur und Kanada. Die ersten Fälle traten im November 2002 in der Stadt Foshan in der südchinesischen Provinz Guangdong auf. Seit Mitte 2004 wurde über keinen Fall mehr berichtet.

Ursachen

Die Ursache ist eine Infektion mit dem RNA-Virus SARS-CoV (SARS-Coronavirus, früher auch: SARS-associated coronavirus), einem behüllten und einsträngigen Coronavirus, das von unter anderem über Tröpfchen und Aerosole übertragen wird. Die Inkubationszeit liegt zwischen 2 bis 10 Tagen. Das Virus war vor dem Jahr 2002 unbekannt - man wusste, dass andere Coronaviren Erreger einer gewöhnlichen Erkältung sind. SARS-CoV ist wahrscheinlich auf einem chinesischen Tiermarkt von Tieren wie zum Beispiel dem Larvenroller (Paguma larvata) oder dem Marderhund (Nyctereutes procyonoides) auf den Menschen übergesprungen und hat sich anschliessend weiter verbreitet. Das natürliche Reservoir stellen wahrscheinlich Fledermäuse dar.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung mit Labormethoden gestellt.

Medikamentöse Behandlung

Die Behandlung erfolgt primär symptomatisch, unter anderem mit Sauerstoff. Die Erkrankten werden isoliert und es ist eine strikte Hygiene notwendig. Da es sich um eine neue Erkrankung handelte, standen keine spezifischen antiviralen Medikamente zur Verfügung. Getestet wurden unter anderem Interferone und bekannte Antiviralia wie Ribavirin und Proteasehemmer (vgl. Literatur).

Vorbeugungsiehe auch

MERS

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.4.2014 geändert.
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