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Süssholz Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus den Wurzeln und Ausläufern des Süssholzstrauchs (Glycyrrhiza sp.) werden medizinisch hauptsächlich zur Behandlung eines Hustens mit Schleimbildung eingesetzt. Süssholzextrakt hat auswurffördernde, antimikrobielle, antivirale, entzündungshemmende und leberschützende Eigenschaften. Zu den relevanten Inhaltsstoffen gehören die Triterpensaponine (Glycyrrhizinsäure) und Flavonoide. Süssholz wird auch für die Herstellung von Lakritze und entsprechender Süssigkeiten verwendet. Von einem übermässigen Konsum ist abzuraten, da mineralcorticoide Nebenwirkungen auftreten können.Produkte

Süssholz ist als geschnittene Offenware oder in Form von Süssholzstengeln in Apotheken und Drogerien erhältlich. Süssholzextrakt ist unter anderem in Bronchialpastillen, in Tees und verschiedenen Hustenmitteln enthalten. Der Extrakt ist auch ein Bestandteil der Lakritze und entsprechender Süsswaren.

Stammpflanze

Zu den Stammpflanzen gehören verschiedene Glycyrrhiza-Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Das Arzneibuch nennt die folgenden drei Spezies:

Der mehrjährige Süssholzstrauch ist im Mittelmeerraum, in Kleinasien und in Russland heimisch.

Arzneidroge

Als Arzneidroge wird die Süssholzwurzel (Liquiritiae radix) verwendet. Sie besteht aus den getrockneten, ungeschälten oder geschälten, ganzen oder geschnittenen Wurzeln und Ausläufern von Glycyrrhiza glabra und/oder Glycyrrhiza inflata und/oder Glycyrrhiza uralensis. Süssholzwurzeln müssen einen Mindestgehalt an Glycyrrhizinsäure enthalten.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen gehören:

Wirkungen

Zubereitungen aus der Süssholzwurzel haben unter anderem auswurffördernde, antiulzerogene, antivirale, antimikrobielle, antiparasitäre, entzündungshemmende, antioxidative, hepatoprotektive, antitumorale und krampflösende Eigenschaften. Die Glycyrrhizinsäure ist etwa 50-mal süsser als Zucker.

Anwendungsgebiete

Zubereitungen aus der Süssholzwurzel werden medizinisch hauptsächlich als auswurfförderndes Mittel bei Husten mit Schleimbildung eingesetzt.

Weitere Anwendungsgebiete (Auswahl):

Unerwünschte Wirkungen

Bei der Einnahme hoher Dosen können mineralocorticoide Effekte wie ein Pseudohyperaldosteronismus mit Wasser- und Natriumretention, Schwellungen (Ödeme), ein Kaliummangel und Bluthochdruck auftreten.

Dies aufgrund einer Hemmung des Enzyms 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2, welche das aktive Cortisol zum inaktiven Cortison biotransformiert. Dadurch wird die mineralcorticoide Aktivität erhöht.

Anhang

Für die Herstellung der Lakritze werden unter anderem die folgenden Zutaten verwendet:

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.9.2016 geändert.
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