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Ruxolitinib Arzneimittelgruppen Kinasehemmer Januskinase-Inhibitoren

Ruxolitinib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer zur Behandlung der Myelofibrose. Er hemmt die Enzyme JAK 1 und JAK 2, welche bei der Blutbildung und im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Ruxolitinib reduziert die Grösse der Milz und lindert die Beschwerden der Erkrankung. Die Tabletten werden zweimal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie, Prellungen, Schwindel und Kopfschmerzen. Ruxolitinib wird von CYP3A4 metabolisiert.

synonym: Ruxolitinibum, Ruxolitinibi phosphas, Ruxolitinibphosphat, INCB018424, INC424

Produkte

Ruxolitinib wurde in den USA im Jahr 2011 und in der EU und der Schweiz im Jahr 2012 in Form von Tabletten zugelassen (Jakavi®).

Struktur und Eigenschaften

Ruxolitinib (C17H21N6O4P, Mr = 404.4 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Ruxolitinibphosphat vor, ein weisses bis leicht rosafarbenes Pulver, das in Wasser löslich ist. Es ist ein Pyrrolopyrimidinpyrazol-Derivat und ein ATP-Mimetikum.

Wirkungen

Ruxolitinib (ATC L01XE18 ) hemmt die Januskinasen JAK 1 und JAK 2, welche bei der Blutbildung und im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Es reduziert die Grösse der Milz und lindert die Beschwerden der Erkrankung.

Indikationen

Myelofibrose

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Die Tabletten werden zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht.

Kontraindikationen

Ruxolitinib ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Es muss insbesondere berücksichtigt werden, dass Ruxolitinib Veränderungen im Blutbild auslösen und Infektionen begünstigen kann. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Ruxolitinib wird von CYP3A4 metabolisiert und entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich. Bei der gleichzeitigen Verabreichung starker CYP-Inhibitoren muss die Dosis gemäss den Vorgaben reduziert werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie, Prellungen, Schwindel und Kopfschmerzen.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.4.2017 geändert.
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