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Rotigotin Arzneimittelgruppen Dopamin-Agonisten

Rotigotin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Dopamin-Agonisten mit dopaminergen Eigenschaften im zentralen Nervensystem. Er wird in Form eines transdermalen Pflasters zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und des Restless-Legs-Syndroms eingesetzt. Das Pflaster wird einmal täglich zur selben Tageszeit für 24 Stunden aufgeklebt und gibt den Wirkstoff kontinuierlich über die Haut in den Blutkreislauf ab. Die Stelle soll täglich gewechselt werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Reaktionen an der Applikationsstelle, Schläfrigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.

synonym: Rotigotinum, N-0437, N-0923

Produkte

Rotigotin ist als transdermales Pflaster in verschiedenen Wirkstärken im Handel (Neupro®). Es wurde in der Schweiz im Jahr 2006 als erstes TTS für die Parkinsontherapie zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Rotigotin (C19H25NOS, Mr = 315.5 g/mol) ist ein Aminotetralin- und Thiophen-Derivat, das strukturell mit Dopamin verwandt ist. Es hat eine nicht-ergoline Struktur und liegt als reines S-Enantiomer vor. Rotigotin ist lipophil, hat ein geringes Molekulargewicht und eignet sich deshalb für die transdermale Verabreichung. Es hat einen hohen First-Pass-Metabolismus und eine geringe orale Bioverfügbarkeit. Deshalb sind keine oralen Darreichungsformen erhältlich.

Wirkungen

Rotigotin (ATC N04BC09 ) hat dopaminerge Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an verschiedene Dopamin-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Die höchste Bindungsaffinität hat Rotigotin zum D3-Rezeptor. Der Wirkstoff wird kontinuierlich über 24 Stunden aus dem Pflaster über die Haut in den Blutkreislauf abgegeben.

Indikationen

Zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und des Restless-Legs-Syndroms.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Pflaster wird einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten zur selben Tageszeit aufgeklebt und verbleibt für 24 Stunden auf der Haut. Die Stelle soll täglich gewechselt werden. Das Pflaster soll auf saubere, trockene und unverletzte Haut geklebt werden. Mögliche Applikationsorte sind zum Beispiel der Bauch, die Oberschenkel, die Hüfte oder der Oberarm.

Tipps zur Verabreichung: siehe unter Verabreichen von TTS

Kontraindikationen

Rotigotin ist bei einer Überempfindlichkeit, einer Magnetresonanztomografie (MRT), einer Kardioversion und einer schweren Leberinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Rotigotin wird von verschiedenen CYP-Isoenzymen metabolisiert. Arzneimittel-Wechselwirkungen wurden mit Dopamin-Antagonisten, Levodopa, zentral dämpfenden Arzneimitteln und Alkohol beschrieben.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Reaktionen an der Applikationsstelle, Schläfrigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.

siehe auch

Dopamin-Agonisten, Restless-Legs-Syndrom, Verabreichen von TTS, Antiparkinsonika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.5.2014 geändert.
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