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Rotigotin

Arzneimittelgruppen Dopaminagonisten

Rotigotin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Dopaminagonisten, der im Organismus ähnliche Effekte ausübt wie der körpereigene Botenstoff Dopamin. Es wird in Form eines transdermalen Pflasters zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung und des Restless-Legs-Syndroms eingesetzt. Das Pflaster wird einmal täglich zur selben Tageszeit für 24 Stunden auf die Haut geklebt. Die Stelle soll täglich gewechselt werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, lokale Hautreaktionen, Schwäche, Kopfschmerzen, plötzliche Schlafanfälle, Störungen der Sexualität, Blutdruckveränderungen und Halluzinationen.

synonym: Rotigotinum

Produkte

Rotigotin ist als transdermales Pflaster mit unterschiedlicher Grösse und Wirkstofffreisetzung im Handel (Neupro®). Es wurde in der Schweiz im Jahr 2006 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Rotigotin (C19H25NOS, Mr = 315.47 g/mol) ist ein Derivat von Aminotetralin und Thiophen. Es hat eine nicht-ergoline Struktur und liegt als reines S-Enantiomer vor. Rotigotin ist lipophil und eignet sich deshalb für eine transdermale Verabreichung.

Wirkungen

Rotigotin (ATC N04BC09 ) ist dopaminerg. Es bindet an D1- bis D5-Dopaminrezeptoren, wodurch die Symptome der Parkinson-Erkrankung und des Restless-Legs-Syndroms gelindert werden.

Indikationen

Zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung und des Restless-Legs-Syndroms.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation und der Packungsbeilage. Das Pflaster wird einmal täglich zur selben Tageszeit aufgeklebt und verbleibt für 24 Stunden auf der Haut. Die Stelle soll täglich gewechselt werden. Die Verabreichung ist unabhängig von den Mahlzeiten.

Kontraindikationen

Rotigotin ist bei Überempfindlichkeit, Magnetresonanztomografie (MRT), Kardioversion und schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Dopaminantagonisten, Levodopa und zentral depressiven Arzneimitteln möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Hautreaktionen an der Verabreichungsstelle, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, plötzliche Schlafanfälle, Störungen der Sexualität, Blutdruckveränderungen (Hypertonie, Hypotonie), Verdauungsstörungen und Halluzinationen.

siehe auch

Dopaminagonisten, Restless-Legs-Syndrom

Literatur

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen


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Alle Inhalte sind werbefrei. Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 14.6.2012
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