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Risedronat Arzneimittelgruppen Bisphosphonate

Risedronat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Bisphosphonate, der zur Behandlung der Osteoporose und der Paget-Krankheit eingesetzt wird. Es reduziert den Knochenabbau durch Hemmung der Osteoklasten. Zur Osteoporosetherapie wird üblicherweise einmal pro Woche eine Wochentablette verabreicht. Die Angaben zur Einnahme sind genau zu beachten, um die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper zu ermöglichen und Nebenwirkungen zu vermeiden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Muskel- und Skelettschmerzen und Verdauungsbeschwerden.

synonym: Natrii risedronas, Natrii risedronas hemipentahydricus, Risedronsäure, Risedronat-Natrium

Produkte

Risedronat ist in Form Wochentabletten zu 35 mg und in Form von Tabletten zu 30 mg erhältlich (Actonel®, Generika). Die Actonel®-Tabletten mit 5 mg und 75 mg sind in der Schweiz ausser Handel. Risedronat ist seit dem Jahr 2000 zugelassen. Generika kamen im Jahr 2012 in den Handel.

Struktur und Eigenschaften

Risedronat (C7H10NO7P2Na · 2.5 H2O, Mr = 350.1 g/mol) ist ein Pyridinyl-Bisphosphonat. Es liegt in Arzneimitteln als Risedronat-Natrium-Hemipentahydrat vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser löslich ist.

Wirkungen

Risedronat (ATC M05BA07 ) lagert sich in den Knochen ab und hemmt den Knochenabbau durch Hemmung der Osteoklasten. Die Knochenbildung bliebt hingegen erhalten.

Indikationen

Zur Behandlung der Osteoporose und der Paget-Krankheit.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Risedronat wird zur Behandlung der Osteoporose in der Regel in Form der Wochentabletten verabreicht, die einmal pro Woche eingenommen werden. Die Angaben in der Packungsbeilage müssen genau beachtet werden, um eine optimale Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper zu ermöglichen und unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Kontraindikationen

Risedronat ist bei Überempfindlichkeit, Hypokalzämie, bei Unvermögen während mindestens 30 Minuten eine aufrechte Körperhaltung (stehend oder sitzend) einzunehmen, bei schwerer Niereninsuffizienz und während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Risedronat hat wie andere Bisphosphonate eine tiefe orale Bioverfügbarkeit von unter einem Prozent. Gleichzeitig eingenommen Nahrungsmittel und Medikamente können die Aufnahme in den Körper weiter reduzieren. Deshalb sollen die Arzneimittel immer nüchtern eingenommen werden. Risedronat wird nicht metabolisiert und interagiert nicht mit CYP450.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Muskel- und Skelettschmerzen, Verstopfung, Dyspepsie, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall.

siehe auch

Bisphosphonate

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.3.2014 geändert.
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