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Rheumatoide Arthritis Indikationen

Die rheumatoide Arthritis ist eine Gelenkserkrankung, die sich in Schmerzen, einer Morgensteifigkeit sowie entzündeten und geschwollenen Gelenken äussert. Begleitet wird sie oft von einem schlechten Allgemeinzustand, einem Krankheitsgefühl und Müdigkeit. Es handelt sich um eine chronische Autoimmunerkrankung, bei welcher die Gelenke längerfristig deformiert und zerstört werden. Zur Behandlung werden in erster Linie die sogenannten DMARDs (disease-modifying antirheumatic drugs) wie beispielsweise Methotrexat eingesetzt, welche den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Weitere häufig verwendete Arzneimittel sind nicht-steroidale Entzündungshemmer und Glucocorticoide wie Prednison.

synonym: Polyarthritis, Chronische Polyarthritis, RA, Gelenkrheumatismus

Symptome

Eine rheumatoide Arthritis ist eine chronische, entzündliche und systemische Gelenkserkrankung. Sie äussert sich in Schmerzen, symmetrisch gespannten, schmerzhaften, warmen und geschwollenen Gelenken, Schwellungen und einer Morgensteifigkeit, die über eine Stunde anhält. Betroffen sind zunächst vor allem die Hände, die Handgelenke und Füsse, später auch zahlreiche weitere Gelenke. Mit der Zeit entstehen Deformitäten und Rheumaknoten und das Gelenk wird zerstört. Das führt zu Behinderungen und die täglichen Aktivitäten werden stark eingeschränkt. Die Erkrankung kann von einem Krankheitsgefühl, Appetitmangel, Müdigkeit, Fieber und einem schlechten Allgemeinbefinden begleitet sein.

Ursachen

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei welcher das Immunsystem die Gelenke angreift. Zu den Risikofaktoren gehören:

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der Beschwerden, der Patientengeschichte, mit bildgebenden Verfahren und Labormethoden gestellt.

Nicht-medikamentöse BehandlungMedikamentöse Behandlung

Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID) wie Ibuprofen und Naproxen sowie COX-2-Hemmer haben schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften und werden zur symptomatischen Behandlung eingesetzt. Ein Problem stellen die unerwünschten Wirkungen dar, die vor allem bei einer Langzeitanwendung entstehen können. NSAID haben keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und können das Fortschreiten nicht verhindern. Weitere Schmerzmittel wie Paracetamol und Opioide sind ausschliesslich gegen Schmerzen wirksam und nicht entzündungshemmend.

Glucocorticoide wie beispielsweise Prednison und Methylprednisolon haben entzündungshemmende Eigenschaften und werden lokal direkt in das Gelenk oder systemisch verabreicht. Sie können den Verlauf leicht beeinflussen, haben aber bei einer Langzeitbehandlung zahlreiche und teils gravierende Nebenwirkungen.

Nicht-biologische Basistherapeutika (DMARDs, disease-modifying antirheumatic drugs) verlangsamen den Krankheitsverlauf oder halten ihn auf. Die Therapie soll so früh wie möglich begonnen werden. DMARDs verhindern Gelenksschädigungen und gehören zur Standardtherapie der rheumatoiden Arthritis. Die Wirkung tritt teilweise verzögert ein. Als Mittel der 1. Wahl wird häufig Methotrexat verwendet. Die Gruppe ist heterogen und umfasst unter anderem Malariamittel, Immunsuppressiva und Antibiotika:

Biologische DMARDs (Biologika):

TNF-alpha-Inhibitoren hemmen die Interaktion des Zytokins TNF-alpha mit seinen Rezeptoren. TNF-alpha spielt eine wichtige Rolle bei Entzündungs- und immunologischen Prozessen und bei der Gewebezerstörung. Die Effekte treten rasch ein. Die Arzneimittel sind immunsuppressiv und können das Auftreten von Infektionskrankheiten begünstigen:

Weitere Biologika:

Monoklonale Antikörper:

Interleukin-1-Rezeptor-Antagonisten:

Für die Selbstmedikation stehen zahlreiche Präparate wie beispielsweise Wallwurz-Salben, topische NSAID, Arnica-Salben, ätherische Öle, Rheumapflaster und Tees zur Verfügung.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.12.2016 geändert.
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