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Oxazepam Arzneimittelgruppen Benzodiazepine

Oxazepam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine mit angstlösender, krampflösender, beruhigender und schlaffördernder Wirkung. Es wird zur symptomatischen Behandlung von Angst- und Spannungszuständen und Schlafstörungen eingesetzt. Oxazepam kann abhängig machen und soll nur kurzfristig eingenommen werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Dämpfung, Benommenheit, Schläfrigkeit, Depression, Impotenz und Übelkeit.

synonym: Oxazepamum PhEur

Produkte

Oxazepam ist in Form von Tabletten im Handel (Seresta®, Anxiolit®). Es ist in der Schweiz seit 1966 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Oxazepam (C15H11ClN2O2, Mr = 286.7 g/mol) ist ein Racemat. Es liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Oxazepam (ATC N05BA04 ) hat angstlösende, beruhigende, schlaffördernde, krampflösende und muskelentspannende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an GABAA-Rezeptoren.

Indikationen

Zur symptomatischen und kurzfristigen Behandlung von Angst- und Spannungszuständen, Schlafstörungen und gegen Entzugserscheinungen bei Alkoholismus.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Die Dosis wird individuell eingestellt. Die Therapiedauer soll so kurz wie möglich gehalten werden.

Missbrauch

Wie alle Benzodiazepine kann auch Oxazepam als dämpfendes Rauschmittel missbraucht werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zentral dämpfende Arzneimittel, Alkohol und muskelentspannende Mittel können die unerwüschten Wirkungen verstärken. Oxazepam wird im Gegensatz zu anderen Benzodiazepinen nicht von CYP metabolisiert, sondern zum grössten Teil direkt an der Hydroxygruppe glucuronidiert.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Dämpfung, Erschöpfung, Schläfrigkeit, Gangstörungen, Verwirrung, Depression, Benommenheit, Impotenz, Muskelschwäche und Übelkeit. Oxazepam kann abhängig machen. Viele weitere, seltenere Nebenwirkungen sind möglich.

siehe auch

Benzodiazepine

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.10.2015 geändert.
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