Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Akute Mittelohrentzündung Indikationen Ohrenschmerzen

Eine akute und eitrige Entzündung des Mittelohrs (Otitis media) wird in den meisten Fällen von Bakterien ausgelöst und ist eine typische Kinderkrankheit, die aufgrund der kurzen und horizontalen Ohrtrompete häufig bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. Zu den Symptomen gehören Ohrenschmerzen und unspezifische Beschwerden wie Fieber, Bauchschmerzen und Reizbarkeit. Zur Behandlung werden in erster Linie Schmerzmittel eingesetzt. Aufgrund der hohen Spontanheilungsrate werden Antibiotika heute zurückhaltend verwendet.

synonym: Otitis media

Symptome

Eine akute Otitis media ist eine Entzündung des Mittelohrs mit lokalen oder systemischen Entzündungszeichen und Eiterbildung (Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr). Sie tritt vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Zu den möglichen Symptomen gehören:

Die Kinder zeigen auf das Ohr, ziehen und reiben daran. Im Verlauf der Erkrankung kann eine Perforation des Trommelfells auftreten. Dabei entleeren sich die Sekretionen in den äusseren Gehörgang und laufen aus dem Ohr (Otorrhoe). Dies führt bei den kleinen Patienten in der Regel zu einer angenehmen Schmerzerleichterung. Die Eltern kann es verständlicherweise stark beunruhigen, wenn plötzlich Eiter aus dem Ohr ihres Kindes fliesst.

Ursachen

Eine akute Otitis media wird hauptsächlich von Bakterien ausgelöst, die aus dem Nasen-Rachen-Raum durch die Eustachi-Röhre zum Mittelohr gelangen. Die häufigsten Erreger sind Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae Typ b und Moraxella catarrhalis. Viren sind selten Auslöser der Infektion, gelten aber als wichtige Wegbereiter und können am Krankheitsgeschehen beteiligt sein.

Einer Mittelohrentzündung geht in der Regel eine Erkältung voraus. Durch die Schwellung im Bereich der oberen Atemwege entsteht ein Verschluss der Eustachi-Röhre (Tubenkatarrh), was den Abtransport von Sekretionen und Krankheitskeimen aus dem Mittelohr verhindert. Dies begünstigt das Entstehen einer sekundären Infektion mit Bakterien. Die Flüssigkeit im Mittelohr fördert einerseits die Entstehung und löst andererseits Schmerzen, ein Druckgefühl und eine Gehörverminderung aus. Säuglinge und Kleinkinder sind aufgrund der kurzen, horizontalen und nicht vollständig ausgebildeten Eustachi-Röhre anfälliger für Infektionen des Mittelohrs.

Komplikationen

Komplikationen sind sehr selten. Die Infektion kann sich weiter in das umliegende Gewebe und in das Nervensystem ausbreiten. Dies kann zu einer Entzündung des Innenohrlabyrinths, des Mastoids, der Hirnhäute oder des Gehirns führen. Weitere möglichen Komplikationen sind ein Hörverlust, Vernarbungen des Trommelfells und ein chronischer oder wiederkehrender Krankheitsverlauf.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung aufgrund der Anamnese, der klinischen Symptome und einer Otoskopie gestellt, bei welcher das Trommelfell beurteilt wird. Weitere diagnostische Methoden wie die Tympanometrie können zum Einsatz kommen. Zu den Differentialdiagnosen gehören Erkrankungen der Ohren und der oberen Atemwege wie ein einfacher Tubenkatarrh, ein Ohrpfropf, eine Otitis externa und eine Erkältung.

Nicht-medikamentöse Behandlung

In der Volksmedizin werden Zwiebelwickel und andere warme Auflagen eingesetzt. Diese sind nicht unumstritten, da sie möglicherweise die Entzündung fördern.

Medikamentöse Behandlung

Schmerzmittel:

Antibiotika:

Abschwellende Nasensprays:

Schmerzlindernde Ohrentropfen:

siehe auch

Tubenkatarrh, Otitis externa, Ohrpfropf, Kinderkrankheiten, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Verabreichen von Ohrentropfen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


© PharmaWiki 2007-2017 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.8.2017 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen