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Olmesartan Arzneimittelgruppen Sartane

Olmesartan ist ein antihypertensiver Wirkstoff aus der Gruppe der Sartane, der zur Behandlung eines hohen Blutdrucks verabreicht wird. Die Effekte beruhen auf dem selektiven Antagonismus am AT1-Rezeptor. Olmesartan hebt die gefässverengenden Wirkungen von Angiotensin II auf. Die Tabletten werden in der Regel einmal täglich morgens und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome und Schwindel.

synonym: Olmesartanum, Olmesartani medoxomilum PhEur, Olmesartanum medoxomilum, Olmesartanmedoxomil

Produkte

Olmesartan ist in Form von Filmtabletten im Handel (Olmetec®, Votum®, Fixkombinationen mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2005 zugelassen. Generika wurden im Jahr 2016 registriert und kamen im Jahr 2017 in den Verkauf.

Struktur und Eigenschaften

Olmesartan liegt in Arzneimitteln als Olmesartanmedoxomil vor (C29H30N6O6, Mr = 558.6 g/mol), ein Prodrug, das im Darm rasch zum aktiven Metaboliten Olmesartan umgewandelt wird. Zu den relevanten Strukturelementen gehören das Imidazol, das Tetrazol und das Biphenyl. Olmesartanmedoxomil liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Olmesartan (ATC C09CA08 ) hat blutdrucksenkende Eigenschaften. Es ist eine selektiver Antagonist von Angiotensin II am AT1-Rezeptor. Angiotensin II ist ein Peptidhormon, das direkt an der Entstehung des Bluthochdrucks beteiligt ist. Es besitzt eine starke gefässverengende Wirkung und steigert die Aldosteronfreisetzung, was wiederum eine vermehrte Wasser- und Natriumretention bewirkt. Die Halbwertszeit von Olmesartan liegt zwischen 10 und 15 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung des Bluthochdrucks (essentielle Hypertonie).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Filmtabletten werden einmal täglich in der Regel morgens, immer zur selben Zeit und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Kaliumsparende Diuretika und Kalium können das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöhen. Weitere Arzneimittel-Wechselwirkungen sind unter anderem mit Antihypertonika, NSAID, Antazida, Lithium und Immunosuppressiva möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome und Schwindel.

siehe auch

Sartane

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2017 geändert.
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