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Natalizumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper Integrin-Antagonisten

Natalizumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immunsuppressiva zur Behandlung zur Behandlung einer hochaktiven, schubförmig remittierend verlaufenden multiplen Sklerose. Es handelt sich um einen Antikörper, der an Integrine bindet und den Übertritt der Leukozyten aus den Blutgefässen in das entzündete Gewebe und in das Nervensystem hemmt. Das Arzneimittel wird einmal pro Monat als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Gelenkschmerzen, Infektionskrankheiten, Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber, Abgeschlagenheit und Nesselfieber. Natalizumab kann das Auftreten von Infektionskrankheiten begünstigen und soll nicht mit Interferon beta oder Glatirameracetat kombiniert werden.

synonym: Natalizumabum

Produkte

Natalizumab ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung im Handel (Tysabri®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2007 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Natalizumab ist ein rekombinanter und humanisierter IgG4ϰ-Antikörper, der in Mauszellen hergestellt wird und an α4-Integrine bindet.

Wirkungen

Natalizumab (ATC L04AA23 ) hat selektiv immunsuppressive Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an die α4-Untereinheit von α4β1- und α4β7-Integrinen. Diese Integrine kommen auf Leukozyten vor. Die Bindung hemmt den Übertritt der Leukozyten aus den Blutgefässen in das entzündete Gewebe und in das Nervensystem.

Indikationen

Zur Behandlung einer hochaktiven, schubförmig remittierend verlaufenden multiplen Sklerose. In einigen Ländern ist Natalizumab auch zur Behandlung eines Morbus Crohn zugelassen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird alle vier Wochen als intravenöse Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Natalizumab ist bei einer Überempfindlichkeit, einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie, einem erhöhten Risiko für opportunistische Infektionen, in Kombination mit Interferon beta oder Glatirameracetat und bei aktiven Malignomen kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Natalizumab darf nicht mit Interferon beta oder Glatirameracetat kombiniert werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Gelenkschmerzen, Infektionskrankheiten, Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber, Abgeschlagenheit und Nesselfieber.

siehe auch

Multiple Sklerose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 6.2.2015 geändert.
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