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Milien Indikationen

Milien sind kleine, weissgelbliche Papeln, die vor allem bei Neugeborenen im Gesicht auftreten. Die Keratinzysten verursachen keine Beschwerden und verschwinden von alleine. Bei Kindern und Erwachsenen können sie auch bestehen blieben. Falls aus kosmetischen Gründen eine Behandlung erwünscht ist, können Milien mit einer Lanzette eröffnet und entleert oder mit einer ähnlichen Methode entfernt werden.

synonym: Hautgriess, Milium, Griesskörner, Griesskorn, Hirsekorn

Symptome

Milien (von lat. milium, Hirse) sind kleine, weissgelbliche, asymptomatische Papeln mit einer Grösse von 1-3 mm. Die einzelnen oder zahlreichen Hautveränderungen kommen oft im Gesicht, auf den Augenlidern und um die Augen vor, können aber am ganzen Körper auftreten. Milien sind sehr häufig bei Neugeborenen (bis 50%) und können in jedem Alter entstehen.

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Ursachen

Es handelt sich um nicht-infektiöse subepitheliale Keratinzysten in der Epidermis ohne Verbindung zur Hautoberfläche. Primäre Milien treten spontan ohne erkennbare Ursache auf, sekundäre Milien bilden sich nach Hauterkrankungen mit Blasenbildung (z.B. Verbrennungen, Herpes zoster, Dermatitis herpetiformis, bullöses Pemphigoid, Epidermolysis bullosa), anderen Hauterkrankungen, Verletzungen oder nach der Verabreichung von Arzneimitteln. Eine ausführliche Klassifizierung findet sich bei Berk und Bayliss (2008).

Diagnose

Die Diagnose erfolgt in ärztlicher Behandlung anhand des klinischen Bildes. Andere Hauterkrankungen wie zum Beispiel Acne vulgaris, Infektionskrankheiten oder Warzen müssen bei der Diagnose ausgeschlossen und mögliche zugrundeliegende Erkrankungen identifiziert werden.

Behandlung

Bei Neugeborenen verschwinden die Milien innert einiger Wochen von alleine und werden nicht behandelt. Bei Kindern und Erwachsenen bleiben sie eher bestehen. In der Regel ist keine Behandlung notwendig, da die gutartigen Milien keine Komplikationen verursachen. Da sie kosmetisch störend sein können, werden sie auch mit einem leichten Einschnitt einer Nadel oder Lanzette eröffnet und entleert. Auch andere Methoden, z.B. eine Laserbehandlung, werden in der Literatur erwähnt. Medikamente wie Retinoide und Tetrazykline werden selten eingesetzt. Bei sekundären Milien kann abhängig von der Ursache eine Behandlung der Grunderkrankung angezeigt sein.

siehe auch

Gestenkorn, Hagelkorn, Babyakne

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.10.2013 geändert.
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