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Mercaptopurin Arzneimittelgruppen Zytostatika Antimetabolite

6-Mercaptopurin ist ein zytotoxischer und immunsuppressiver Wirkstoff aus der Gruppe der Antimetaboliten, der zur Behandlung von Leukämien eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Purinsynthese und der Bildung zelltoxischer Metaboliten. Die Tabletten oder die Suspension werden in der Regel einmal täglich nüchtern mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Knochenmarksdepression, eine erhöhte Blutungsneigung, Cholestase, Lebertoxizität, Übelkeit und Erbrechen.

synonym: Mercaptopurinum PhEur, 6-Mercaptopurinum, 6-Mercaptopurin, 6-MP, Thiopurinol

Podukte

Mercaptopurin ist in Form von Tabletten und als Suspension zum Einnehmen im Handel (Puri-Nethol®, Xaluprine®). Der Wirkstoff ist in der Schweiz seit 1955 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Mercaptopurin (C5H4N4S · H2O, Mr = 170.2 g/mol) liegt als gelbes, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Es handelt sich um ein Analogon der Purinbasen Adenin und Hypoxanthin. Mercaptopurin ist ein Prodrug.

Wirkungen

Mercaptopurin (ATC L01BB02 ) hat zytotoxische und immunsuppressive Eigenschaften. Es ist intrazellulär als Antimetabolit wirksam. Die Effekte beruhen unter anderem auf der Hemmung des Enzyms Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-Transferase (HGPRTase). Dies resultiert in einer Hemmung der Purinsynthese und der Bildung zelltoxischer Metaboliten.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten oder die Suspension werden einmal täglich nüchtern, 1 Stunde vor oder mindestens 3 Stunden nach einer Mahlzeit und mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Kontraindikationen

Mercaptopurin ist bei einer Überempfindlichkeit (auch gegen Azathioprin) kontraindiziert. Es darf nicht zusammen mit einem Gelbfieberimpfstoff verabreicht werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen wurden mit den folgenden Wirkstoffen berichtet:

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Leukopenie, eine Granulozytopenie, eine Thrombozytopenie und eine Anämie (Knochenmarksdepression), eine erhöhte Blutungsneigung, Cholestase, Lebertoxizität, Übelkeit und Erbrechen.

siehe auch

Azathioprin, Chronische myeloische Leukämie

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.1.2015 geändert.
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