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Medikamente aus dem Supermarkt?

Sollen Arzneimittel wie beispielsweise abschwellende Nasensprays, Hustensaft und Halswehlutschtabletten freiverkäuflich beim Grossverteiler erhältlich sein? Die zwei Hauptargumente der Befürworter lauten, die Mittel wären so einfacher verfügbar und billiger.

Aber ist der Preis wirklich das entscheidende Kriterium, nach welchem der Verkauf von Arzneimitteln ausgerichtet werden sollte? Sind es nicht vielmehr die Arzneimittelsicherheit, die Beratungsqualität und ergänzende Dienstleistungen, die im Zentrum stehen sollten?

Arzneimittel sind keine normalen Konsumgüter oder Lebensmittel. Nasensprays können abhängig machen (Rhinitis medicamentosa), Hustensaft als Rauschmittel missbraucht werden und Arzneimittel-Wechselwirkungen auslösen (Dextromethorphan) und Halswehlutschtabletten sind nicht immer geeignet, um Halsschmerzen zu behandeln (Streptokokken-Angina). Arzneimittel beeinflussen direkt unsere Körperfunktionen, können Nebenwirkungen auslösen und fruchtschädigend sein. Sie sollen von Spezialisten verkauft werden, die jahrelang ausgebildet werden und sich ein Leben lang fortbilden. Deshalb gehören Medikamente aus unserer Sicht in ein reguliertes und medizinisch-pharmazeutisches Umfeld und nicht in ein Regal neben Pommes-Chips und Bratwürste.

Autor

Interessenkonflikte: Der Autor ist Apotheker.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.5.2013 geändert.
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