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Lumacaftor Arzneimittelgruppen CFTR-Korrektoren

Lumacaftor ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der CFTR-Korrektoren, welcher zur Behandlung von Patienten mit einer zystischen Fibrose mit der F508del-Mutation im CFTR-Gen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf dem erhöhten Transport des Chloridtransporters CFTR an die Zelloberfläche. Lumacaftor wird fix mit dem CFTR-Potentiator Ivacaftor kombiniert. Die Tabletten werden morgens und abends (alle 12 Stunden) mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Atemstörungen, Infektionen der oberen Atemwege, Verdauungsstörungen, Müdigkeit und Hautausschlag. Lumacaftor ist ein Induktor von CYP450-Isoenzymen.

synonym: Lumacaftorum, VX-809

Produkte

Lumacaftor ist in einer Fixkombination mit dem CFTR-Potentiator Ivacaftor in Form von Filmtabletten im Handel (Orkambi®). Das Arzneimittel wurde in der EU und in den USA im Jahr 2015 und in der Schweiz im Jahr 2016 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Lumacaftor (C24H18F2N2O5, Mr = 452.4 g/mol) liegt als weisses Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Lumacaftor (ATC R07AX30 ) verbessert die konformationelle Stabilität von F508del-CFTR (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator), was zu einem erhöhten Transport des Chloridtransporters zur Zelloberfläche führt. Dadurch steigt die Konzentration des Proteins in der Zellmembran. Lumacaftor hat eine Halbwertszeit von etwa 26 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung von Patienten mit einer zystischen Fibrose mit der F508del-Mutation im CFTR-Gen (homozygote Träger).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden morgens und abends (alle 12 Stunden) mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor sowie ein Inhibitor oder Induktor von P-Glykoprotein und kann so den Metabolismus anderer Wirkstoffe beeinflussen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen der Fixkombination gehören:

siehe auch

Ivacaftor, Zystische Fibrose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 6.12.2016 geändert.
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